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Mittwoch, 24. Juli 2013

True Blood 6.06 - Major Deaths, Geheule und ET Sex





Wirklich ein Wahnsinn, dass sich die Staffel bereits dem Ende zuneigt. Und gerade jetzt, wo ich wirklich wieder Freude an dieser teilweise vor sich hin dümpelnden Serie finde. Ich muss zugeben, bis jetzt konnte Staffel Sechs das Niveau der 2. und 3. wieder aufnehmen, was vielleicht auch daran liegen mag, dass die Nebenstränge aufgrund der kurzen Staffeldauer von nur 10 Episoden auf ein Minimum reduziert wurden. Da Staffel 7 ja vor einigen Wochen bestätigt wurde, hoffen wir trotzallem, dass es so bleibt, denn dann kann ich True Blood tatsächlich in respektabler Erinnerung behalten.

Cliffhanger Nummer Eins: Natürlich überlebt Sookie, denn Warlow wird erlaubt, sie zu retten. Schnell noch Lala geblitzdingst, Geisterdaddy ins Jenseits geschickt und alles ist wieder tutti. Man hat sich lieb, Sookie verschwindet mit Warlow ins Feenland und "fucks the shit out of" Warlow, eine wunderbare Symbiose, blutende Nacken, (markiert auf Wunsch) leuchtende Unterleiber. Wie es wohl ist, mit einem Halb Vampir Halb Feen Mann zu schlafen, der so alt ist? Ich nehme an erleuchtend. Haha.



Cliffhanger Nummer Zwei: Pam und Eric metzeln sich natürlich nicht gegenseitig nieder, sondern zermetzeln viel mehr die menschlichen Scharfschützen in wunderbarer Raubtiermanier. Ja, ich hatte in Grinsen im Gesicht, als Scharfschütze X (beziehungsweise das, was von ihm übrig war) an die Scheibe des Überwachungsraums gedrückt wurde. Fletsch deine Fänge, liebe Pam. Chapeu, die Szene hatte Biss.

Sam entschließt sich dazu, Emma wieder zurück zu Martha zu geben und lässt sich von Alcide, dem Packmaster (!!) endgültig mit seiner neuen Freundin aus Bon Temps und Shreveport verbannen.

Jason schmuggelt sich mittlerweile als Offizier in das Vampir KZ und erntet dabei ordentlich Sympathiepunkte bei mir, nicht hingegen bei seinem Ex Fick Miss Newlin. Ihr macht er klipp und klar, dass er hier ist, um Jessica mitzunehmen und sollte sich Sarah ihm in den Weg stellen, der Gouverneur erfahren wird, mit was für einer Hure er das Bett teilt.
Sarah willigt zwar ein, tut allerdings ihr übriges um Jason richtig schön zu verletzen. Sie ermöglicht ihm einen ersten Platz im Koitus Raum.
Für mich die wirklich kontroverseste Szene bislang. Zwei junge Vampire werden mittels UV Strahler dazu gezwungen, miteinander zu schlafen, um ihr Verhalten zu studieren. Einer der jungen Vampire ist Jessica. Ihr Mitstreiter will ihr nicht wehtun, geschweige denn, sie anfassen, denn er ist "ein Vampir, kein verfickter Vergewaltiger.". Scheinwerfer- wehren- Scheinwerfer. Gott sei Dank wurde es aufgegeben. Aber ich bin mir sicher, dass es nur eine Kostprobe von dem war, zu was Sarah fähig ist.



Erics Fehlverhalten bleibt natürlich nicht lange ohne Konsequenzen. Eingesperrt wie ein Tier, wird er dazu gezwungen, seiner Schwester beim langsamen Sterben zuzuschauen. Ein Virus, der ihr indiziert wurde, soll dafür sorgen, dass sie langsam dahin siecht- all das vor Erics Augen.
Gott Lob, dass Erics neuer Abkömmling Willa mittlerweile ihren VIP Status freiwillig entzogen bekam und nun unter den anderen Vampiren weilt. Kurzerhand bezirzt sie einen Wachmann (trägt der denn keine Kontaktlinsen?) stürmt den Todesraum, tötet den Leibarzt und befreit beide. Noch kurz die Klamotten der Leichen übergeworfen, Doktorarm abgerissen und los geht die Tour durchs Horrorcamp. Dort erfährt Eric, dass den neuen True Blood Flaschen (die Produktion wurde unter dem schleimigen Wortes des Gouverneurs neu gestartet) eben der Virus zugefügt wird, der zuvor Nora eingeflößt wurde. Well played, das riecht schwer nach Vampirmassenvernichtung.
Und wieder haben wir einen bitteren, geschichtlichen Beigeschmack.



Terry versinkt immer mehr in Selbstmitleid, was die aufgelöste und ratlose Arlene dazu veranlasst, mit Holly einen Vampir zu konsultieren, der ihn die Geschehnisse vergessen lässt. Soweit so gut, leider lässt das den von Terry engagierten Killer nicht seinen Auftrag vergessen. Und so kommt es, wie es kommen muss. Terry wird angeschossen und stirbt in den Armen seiner liebenden Ehefrau, die ihm ein letztes Mal "Hush little Baby" vorsingt. Der sentimentale Zuschauer fühlt sich sofort in eine Szene der vergangenen Staffeln versetzt, in der Terry seiner schwangeren, geistersehenden Arlene liebevoll dieses Lied vorsingt. Ja, ich habe geweint. RIP, mein lieber Terry...



Zu guter Letzt kommen wir zu Billith, der seine Antworten bei Lilith sucht. In einem künstlich herbeigerufenen komatösen Zustand, herbeigeführt von dem Japaner, versucht er, Lilith zu überreden, ihn sein weiteres Vorgehen zu erklären. Doch diese hat leider keine Antworten und ermahnt ihn, nach diesen nie wieder bei ihr zu suchen. Doch zum Glück ist da noch ein wenig von Warlows Blut...
Kurzerhand geschluckt, verwandelt es Bill in einen göttlichen Daywalker und macht sich auf dem Weg zum Gouverneur, der gerade passenderweise aus der Bibel liest. Und Action! Telekinese, Bam, Waffen ändern ihre Zielrichtung, Bam, plötzlich weiß der Gouverneur nicht mehr, wo ihm der Kopf steht (haha, ich habs heute mit Wortspielen)! Gemetzel! Zwischenzeitlich scheint sogar unser alter Bill heraus und das Ganze gipfelt in der Platzierung des Gouverneurkopfes auf einer Statue. Ding, dong, the witch is dead! Wir bleiben gespannt, wie es weitergeht...

(Photo sources: HBO)

Mittwoch, 17. Juli 2013

True Blood 6.05- #SavePam, for god's sake, save her.



So, den fleißigen Lesern dürfte aufgefallen sein, dass es letzte Woche keine Review meinerseits gab, der Grund: ich hatte schlichtweg keine Zeit. Ich muss auch sagen, dass ich meine Dexter Reviews vorzeitig beenden werde, denn wie ich festgestellt hab, liest sie im Gegensatz zu TB kaum jemand und ich fänd es schade, mir umsonst die Finger wund zu tippen.
Beginnen wir mit unserem zuckersüßen Warlow: Nachdem Sookie ihn bereits letzte Episode als diesen entlarvt hatte, hat sie sich einen scheinbar ausgeklügelten Plan zurechtgelegt. Silber in der Suppe. Nachdem das nicht so recht funktionieren wollte, dachte sie sich wohl, hmmm, lass ich ihn mal ran und bevor er zum Schuss kommt, bedroh ich ihn mit meiner Feensupernova. Dieser Plan will in meinem Kopf nicht ganz aufegehen. War das so ein Ding á la: Harhar, ich mach dich jetzt mal richtig heiß und lass dich dann fallen, dass ist schlimmer als kolloidales Silber? Hinterlässt mich auf jeden Fall sehr kopfkratzend. Wie auch immer, Warlow beteuert seine Liebe, Sookie mag das nicht ganz glauben, weil Herr Obervampir schließlich ihre Eltern abgemurkst hat. Doch zu aller Glück naht Bill, Billith, god, whatever zur rettung, denn wie wir bereits wissen, ist nackte, blutige Schönheit niemand geringeres als Warlows Macher her/himself. Und da sie ja in Bill wohnt, hat er die ultimative Machergabe. Die Geschlechterverwirrung endet jedenfalls in einem saftigen: As your maker, I command you to do was auch immer ich gerade von dir möchte. Und in diesem Fall ist es nichts geringeres als Warlows Feenvampirblut, denn wie wir bereits wissen, sind Andys Feenkinder, die einzige Rettung, dank Jessicas vollen Körpereinsatzes nun dahin- bis auf ein zartes Pflänzchen (ich gebe ihr den Namen Nummer drei).



Andy stürmt natürlich Bills Villa und findet seine tote Kindesschaar vor. Naja, Nummer drei wird mitgenommen und aufgepäppelt. Andy tut einem auf jeden Fall sehr leid und man möchte ihn dann doch die dicken Krokodilstränen trocknen. Wenigstens scheint irgendjemanden in Bon Temps der Tod (oder drei) noch zu treffen.

Jessica ihrerseits macht sich high auf den Weg zu Jason. Schließlich hat die gute 3 7/8 Feen leer gesüppelt und ist nun der festen Überzeugung, dass sie dem Teufel dient. Dummerweise konnte Jason mal wieder seinen Schwanz nicht in der Hose lassen und hat zeitgleich ein kleines Stelldichein mit Sarah Newlin, die der festen Überzeugung ist, Gott befehle ihr mit Jason rumzuvögeln. Wie wir uns denken können, ist die ehemalige Fellowship of the Sun Führerin nicht sehr begeistert von Jasons Ex und nutzt die Gelegenheit, Jess ins Vampir KZ zu schicken.

Dort treffen sie nun auch alle aufeinander: Pam wurde ja in der letzten Episode aufgegriffen, Tara und Eric haben sich kurzerhand einschleusen lassen. Es folgt zunächst eine Dezimierung der Schwachen, Ballspiel, Knarren, der stärkere gewinnt. Pam wird natürlich erstmal zum Psychiater geschickt und plappert dort erstmal darauf los, wie wenig ihr irgendwas bedeutet. Oh Pam, wir kennen dich besser... aber ich liebe ihre "Fickt euch alle mal" Attitüde nach wie vor. Ich hoffe, ihr Wunsch in den Raum zu kommen, wo sie alle Sex haben, wird bald erfüllt.

Auch Die Vampirtochter des Gouverneurs ist mittlerweile im VIP Bereich des Camps angekommen, wo ihr erstmal klar gemacht wird, wer hier die Eier an hat. Und natürlich sinnt Daddy nach Rache, aber dazu später. Das Ding wird eh nicht mehr lange leben, sie ist mir auch herzlich egal. Team Pam, sorry.

Alcide macht sich währendessen auf die Suche nach Sam und Klein Emma. Dabei muss er jeden erzählen, dass er der Packmaster von Shreveport ist. "Hey, Süßer!"- "Ich bin der Packmaster."
"Ich hab dich hier noch nie gesehen."- "Ich bin der Packmaster"
"Fick Shreveport." - "Ich bin der Packmaster!"
Ja, ist gut, Schatzilein. Du bist der Packmaster. Und wir sind ganz stolz auf dich.
Da er der Packmaster ist, weist er erstmal Daddy in die Schranken. Ist ja der Packmaster.
Dumm nur, dass Packmasters Daddy Sam nach der Ansprache entdeckt. Wie er sich wohl entscheiden wird?

Terry beauftragt inzwischen einen Auftragsmörder- für sich. Nuff said.



Lala dient mal wieder als Medium. Denn Sookie möchte natürlich gerne wissen, warum Warlow ihre Eltern ermordet hat. Haben sie tatsächlich versucht, Klein Sookie umzubringen und war es seitens Warlow nur Beschützerinstinkt? Nach ein bisschen Spuk bestätigt sich genau diese Geschichte. Papa Stackhouse wollte nämlich anscheinend überhaupt nicht, dass seine kleine Prinzessin eine wahre Feen/Vampirprinzessin wird und so wird kruzerhand beschlossen, dem kleinen Mäuschen das Leben zu nehmen. Dumm nur, das Papa Stackhouse es sich in Lafayette ein wenig bequem macht und beschließt, die Nummer zu wiederholen, solange es noch nicht zu spät ist.



Und zu guter letzt: Der Showdown.
Ich sagte ja, Daddy sinnt nach Rache. Ist schon ziemlich doof, dass  Steve Newlin sich so dermaßen kooperativ gezeigt hat, als es um Infos über Northman ging. Jetzt haben wir den Salat. Pam vs. Eric.
Da mir ja eine gewisse Userin schon den Spaß an der nächsten Folge genommen hat, wird die Überaschung für mich hinsichtlich des Major Deaths wohl nicht zu groß sein...
Vielen Dank nochmal dafür, Herzchen.

(Photo sources: HBO)

Dienstag, 2. Juli 2013

True Blood 6.03- Suck my finger, pleeeease




Ok, ich würde ja gerne eine objektive Review schreiben...Finger lutschen...Finger lutschen... Out of my head, Eric fucking Northman!!

Hust...wo waren wir? Review, ach ja. Versuchen wir's nochmal.
Gleich zu Beginn muss ich sagen, dass das Zerreisspotenzial erstaunlicherweise immer mehr nachlässt. Vielleicht wurde ich auch einfach geglamoured? Ich weiß es nicht. Allerdings bekommt diese Staffel durch ihren Bladeflair langsam aber sicher eine Storyline, die mich wieder zum sehnsüchtig wartenden Truebie macht.

Fangen wir mit Eric an, jetzt wo er gerade so schön in meinem Kopf herum spukt.
Wie wir bereits letzte Folge zu sehen bekamen, ist die Tochter des Gouverneurs Northman's erklärte Zielscheibe, als einziges Druckmittel gegen den korrupten Politiker, der die Menschen Louisianas zum Kampf gegen die Vampire aufgerufen hat.
Es folgt ein wenig forsches Gefummel im Schlafzimmer, was darin gipfelt, dass Eric sein neues Spielzeug kurzerhand mitnimmt, da diese ihr Leben gegen Informationen zu ihrem Daddy tauschen will. Ob sie allerdings wirklich wenig begeistert von der ganzen Vampirhass-Nummer, oder ob sie lediglich raffiniert ist, werden wir sehen. Ich nehm es ihr nicht ab.
Natürlich ist nicht jeder von Erics Gast begeistert und besonders Pam fordert des öfteren den Kopf des Mädchens. Allerdings ist diese auch ziemlich gefrustet, da sie das Fangtasia räumen muss.
Doch wie würdet ihr reagieren, wenn alles, was von eurem Leben übrig ist, in eine Kiste passt?
Ich wäre mit Sicherheit auch ziemlich genervt, wenn ich ehrlich bin.

Der Vampirclub kommt kurzerhand bei Ginger unter, die sich leider anstatt eines Stelldicheins mit Eric mit Abkömmling um Abkömmling rumschlagen muss. Da Eric seiner Brut hinsichtlich der schönen Tochter nicht traut, schlafen er und sie also zusammen im Sarg, während Pam und Tara kurzerhand in die schäbige Kammer verfrachtet werden.



Und...wie soll ich jetzt neutral bleiben, bei dem was folgt? Die Tochter scheint wein wenig ihren Körper einsetzen zu wollen, um frei zu kommen, jedenfalls kam es mir so vor, denn wer hat Interesse an seinem Entführer? Fürs Stockholm Syndrom ist es noch ein wenig zu früh und auch, wenn der Entführer Eric Northman ist, lutsch ich nicht am ersten Abend an seinen Körperflüssigkeiten herum (bzw. versuche es). Für mich schien es, wie ein netter Versuch, an V zu kommen und somit in einem günstigen Moment fliehen zu können. Und pardon, wenn ich jetzt weiter auf die Fingerlutschszene eingehe, verabschiedet sich meine Schreibfähigkeit. Ich brauch ohnehin jetzt eine Zigarette...

Da Ginger vollkommen unbekümmert an Erics Telefon geht, spricht er sogleich am nächsten Abend mit dem Gouverneur, der Eric zujammert und natürlich falsche Versprechungen macht. Und natürlich tut er dies, um das Handy zu orten. Aber Eric und Co sind natürlich bereits in Alarmbereitschaft.

Kommen wir zu Niall, dem Feenclub und Warlow alias dem Piratenvampir (wir wollten ihn doch alle so sehr, da ist er, zumindest optisch). Dear HBO: Habt ihr meine letzte Review gelesen und euch vorgenommen, die Staffel nochmal zu drehen? Hey, die Feen sind tot! Zumindest die meisten. Thx for this. Nachdem Niall den letzten Überlebenden Claude (Verzeiht, vielleicht war es auch ein Claudo oder ein Claudoll, whatever) den Weg ins Jenseits geebnet hat, trifft er zufälligerweise im Wald auf Ben, ja Ben, den Halbfeenjungen und Sookies mögliches Loveinterest. Natürlich verneigt er sich vor Niall, dem Feenkönig und bietet sich im Kampf um Warlow an. Mysteriös. Ich lauf auch immer im Wald rum und biete irgendwen Hilfe im Kampf gegen jemanden, der mich mit einem Schnipser killen kann.
Und Warlow kann dies anscheinend sehr gut. Ich sehe es schon vor mir, Billith vs Warlow, Kampf der Titanen. Und Jason bekommt andauernd eine kinetische Kopfnuss.
Billith besucht indessen Sookie, da er eine Lösung für das Brennproblem sucht.
Brennproblem? Bill hält sich leider für gottgleich und sucht nach einer Lösung, um seine Zukunftsvision, in der alle brennen, den Garaus zu machen. Leider hat er seine Rechnung da ohne die liebe Sonne gemacht, denn anstatt in heile zu lassen, zieht er sich einen saftigen Sonnenbrand zu.
Doch da ist noch ein Asiate, der eventuell alles retten kann. Von der scharfen Jessica (Mein lieber Scholli, Miss WOLL!) wird er entführt und soll nun eine Möglichkeit finden, Sookies Blut zu synthetisieren.
Die hat aber leider keinen Bock darauf, weswegen Teller fliegen und sie sich mit einem saftigen: "Du bist kein Gott, du bist einfach ein Arschloch" verabschiedet. Doof aber auch, das Billith überhaupt keine Einladung ins Haus mehr benötigt, aber nach den klaren Worten hätte ich mich auch verabschiedet. Da braucht man keine Einladungen mehr rückgängig machen.



Was uns zu dem Punkt Andy und seine Feenkinder bringt. Ich gebe zu, langsam finde ich den Plot witzig, aber wer kommt nicht ums schmunzeln herum, wenn jemand seinen Kindern Namen gibt? Die Schießübung mit Holly fand ich auch sehr witzig, schon doof, wenn man Teenies um sich herum hat, die alle in deinen Kopf gucken können. Doch leider wird dieses Feending Andy bald zum Verhängnis werden. Denn als Andy patrouliert und den herumirrenden Compton nach Hause schicken will (die dürfen ja nicht mehr durch die Weltgeschichte spazieren) erschnüffelt Bill leider den Feenduft der Kinder in dem Streifenwagen. Und da Sook ja partout nicht ihr Blut hergeben möchte, müssen anscheinend nun die Bengel daran glauben.
Anm.: Ich finde es übrigens übelst scheiße von Miss Stackhouse, ihren Freunden nicht zu helfen. Schließlich könnte sie in diesem ganzen Krieg den Vampirbuddies einen großen Vorteil bringen. Unkompliziert. Aber nein, dieses nervige, magere Ding macht ja nur das, was sie will.

Klein Emma wurde ja vom Pack entführt und die Rechtlertruppe bietet Sam Hilfe an, sie zurückzubeschaffen. Dieser lehnt ab, woraufhin die Aktivisten selber zum Wolfpack hinausfahren.
Ich weiß nicht wirklich, ob diese Nummer geplant war, denn schließlich wartet Sam als Eule getarnt das Chaos ab, um Emma zu mopsen. Vielleicht habe ich auch irgendwas nicht mitbekommen (Korrekturen sind erwünscht). jedenfalls ein riskantes Unterfangen, denn No 1 Bitch ist mal wieder vorne mit dabei, wenns ums verdreschen geht und die schöne Aktivistin entgeht auch nur knapp dem Tod.
Aber mal ehrlich: Was geht denn bitte mit dem Wolfpack ab? Und wie arschig ist Alcide geworden? Ich mag ihn nicht, ich finde, das nimmt alles überhand. Gut, die Wölfe sind die Motorradclubs der Fantasiewelt, aber muss ich denn jemanden halb tot beißen, weil er mich filmt? Das machen selbst die Hells Angels nicht, da gibts mal ordentlich einen aufs Maul, ein Foto zurück und gut ist. Etwas Anstand, meine Damen und Herren.

Zum Schluss das beste: Die grandiose Anna Camp und ihr TV Exmann Steve Newlin in einem Raum vereint. Was habe ich mich gefreut, dieses toupierte Miststück wieder zu sehen. Leider sind die Umstände nicht so prickelnd. Der Raum, in dem sich der gefesselte Newlin befindet ist nämlich Teil eines grotesken Vampirexperimentcamps, in dem Vampire nicht nur studiert, sondern auch als Versuchskaninschen missbraucht werden.
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber hatten wir ähnliches nicht einmal in Blade- Die Serie? Me likes, auf jeden Fall! Langsam wirds wieder dreckig, politisch, grausam. So wie ich es mag.
Auf jeden Fall war das Widersehen zwischen den beiden herrlich. Den Dialog zwischen dem mittlerweile schwulen Steve Newlin und seiner Exfrau, mit der er damals die Fellowship of the Sun geführt hat, fand ich so gut, dass ich mit ihm schlafen will.
Leider ist Steve ja eine kleine Pussy wie wir wissen und lässt sich unter Androhung von Folter auch nur zu bereitwillig dazu hinreißen, Informationen über Eric Northman auszuplappern.

Was werden das für Informationen sein? Werden die Feenkinder überleben? Wird Ben Sookie küssen? Und ist Warlow tatsächlich Captain Blackbeard, der nur seine Black Pearl zurück will, wie einige Leute vermuten?
Ich verrate es euch in den nächsten Wochen. Waiting sucks.

(Photo sources: ©HBO, all rights reserved)

Dienstag, 25. Juni 2013

True Blood 6.02- Lass die Finger von After Effects, HBO




Ok, ok, ok...ich rudere ein wenig zurück, denn ich muss vorab zugeben, dass mich das alte True Blood Fieber dann doch zwischendurch mal wieder gekitzelt hat. Ein wenig.

Zu aller erst muss ich leider ein paar Dinge revidieren, ich hasse es zwar, wenn ich Unrecht habe, aber naja, That's life. Womit wir gleich in die erste Handlung springen- Und ja, leider fällt damit auch meine wohlaufgebaute Stehkragen-These wie ein Kartenhaus in sich zusammen.



Warlow ist nicht Warlow.

Richtig gehört. Der gute Weißkajalmann, dem Jason alles brühwarm aufgetischt hat, hat mit dem Mastervampir überhaupt nicht einmal ansatzweise etwas gemein- was wir uns spätestens nach den Mikrowellenfingern denken konnten. Der alte Mann ist nämlich niemand geringeres als der Stackhoussche Fairy Godfather, der nun zu Hilfe eilt um Warlow den Gar aus zu machen. Und ich muss gestehen, ohne seine altmodische Kluft hat er so gar nichts mehr gruseliges, sondern wirkt eher wie ein Versoffener Hinterwäldler, der nicht mal in der Lage ist, sich zivilisiert Spaghetti auf seinen Teller zu packen.
Fairy Grandpa erzählt uns allerhand blabla zu dem Jahrtausende alten Vampir, unter anderem auch, dass die Stackhoussche Blutlinie very fairy ist, verschwindet kurz in eine Parallelwelt (was auch immer er da jetzt genau getan hat) und bringt Sookie die Mikrowellensupernova bei. Letztere ist ziemlich tricky, da einmal eingesetzt, sie Sookie alles Fee'sche nehmen wird. Aber da Warlow ja mittlerweile locker flockig ins Diesseits spaziert ist, um sich sein vertraglich festgelegtes Feenweib zu holen, wird Mikrowellensupernova wohl dringend gebraucht. Und letzten Endes wollte Sookie ja nur eines- normal sein. Für wen schreit das ebenfalls nach Serienende?



Damit ich das Feenblabla jetzt noch ganz schnell abschließen kann, ein kurzes Augenmerk auf den Feenjungen (wieder ein Claude, oder?), den Sook im Wald aufliest, geschunden von Vampiren und ihn zuhause gesund pflegt. Haben wir hier etwa Sookies nächstes Loveinterest? Ich kann nicht behaupten, dass ich die paar Minuten Feenjunge Sendezeit nicht genossen habe, was allerdings an diesem herrlichen Voiceporn lag, allerdings weiß ich nicht, ob ich davon wirklich mehr sehen möchte. Möchte ich das? Wie auch immer, er ist ja zunächst im Feenburlesque Club untergekommen, und jetzt, wo die Vampire alle Hunger haben, ist es wahrscheinlich auch das beste.

Andy- ok, ich musste lachen, als er vollkommen überfordert mit seinen übernatürlichen Grinsebäckchen auf der Wiese stand und den Feenhort gesucht hat. Aber da das meine einzigen Gedankengänge zu der Nummer sind, geh ich da mal nicht eher drauf ein. Sorry, aber ich hab jetzt drei Absätze über den Feenkram geschrieben und schlaf gleich ein vor Langeweile.



Kommen wir zu dem politischen Twist, auf den ich mich ganz besonders freue. Und hier war es- das True Blood Fieber, die Würze, für die ich die Serie liebe.
Tara wurde ja in der letzten Folge angeschossen und wir werden nun Zeuge, wie sie krüppelnd auf dem Fangtasiatresen liegt und alle Anwesenden vollkommen überfragt sind. Warum steckt diese verrdammte Kugel noch in ihr? Warum heilt sie nicht? Untypisch, wirklich untypisch.
Doch zum Glück haben wir unseren starken Wikinger, der kurzerhand ein Glas zum Metzgerwerkzeug umfunktioniert (können Vampire eigentlich Tetanus bekommen?). Die Kugel ist draußen, Tara wieder heile. Doch irgendwas ist an der Munition komisch. Hier haben wir es anscheinend mit neuer Silbermunition zu tun, die Regierung war anscheinend nicht untätig. Holzkugeln wären ja schließlich zu Mainstream, und sind wa mal ehrlich- wo bleibt denn da der Spaß?
Eins ist festzuhalten- Alles schreit nach Krieg. Nachdem den Vampiren alle Rechte abgesprochen wurden, ist es somit auch kein Verbrechen mehr, diese zu töten, zu foltern oder zu quälen. Sie sind nicht einmal mehr Menschen zweiter Klasse und das ganze erinnert uns doch zu stark an die dunklen, historischen Episoden...
Während alle anderen dazu verdonnert werden, nach theoretischen Methoden zu suchen, um diesen Krieg zu gewinnen, erledigt Eric das auf seine Weise- womit wir zu der herrlichsten Szene der ganzen Episode kommen.



Eric schnappt sich vor dem Anwesen des Gouverneurs nämlich kurzerhand dessen Abendtermin und legt sich dessen Klamotten zu- einschließlich Attitüde. Wir werden Zeuge davon, wie der große Hühne mit Hornbrille und fettigem 80er Jahre Scheitel sich in gebückter Haltung den Weg in das Büro des zwilichtigen Politikers macht. Es folgt eine wunderbare Diskussion über Vampire und man  ist einmal mehr davon überrascht, wie unattraktiv ein so schöner Mann wie Alex plötzlich werden kann. Aber back to topic: Eric versucht natürlich, den Gouverneur zu glamourn und tut damit das, was jeder vernünftige Vampir tun würde. Leider hat er die Rechnung ohne die Superdupermagical Kontaktlinsen des Politikers gemacht. Diese sind nämlich tatsächlich superduper, denn sie verhindern durch spezielle Carglass Verglasung den Hypnotisiereffekt beim Träger. Well played, Herr Gouverneur! Sie sind ein wahres Füchsen und haben ihre Hausaufgaben gemacht.

Eric wird natürlich abgeführt und sieht sich plötzlich mit der Gestapo konfrontiert. Auf die Frage, ob er nicht wenigstens seine Rechte vorgelesen bekommt, antwortet ironischerweise ausgerechnet der farbige Securitymann, dass er keine Rechte besitze. Aber Eric wäre nicht Eric, wenn er nicht betont lässig aus dieser Situation entfliehen könnte. Ha, got ya, Wortspiel. Doof, wenn man seine Hausaufgaben nur im Eiltempo erledigt, und der Fakt, dass manche Vampire fliegen können, schier übersehen wird.



Inzwischen tauchen auch im Merlottes Wandlerrechstbewegungen aus dem hippen LA auf, und versuchen, Sam davon zu überzeugen, sein Shifterdasein an die Öffentlichkeit zu bringen. Wieviele Minderheiten kann so eine Regierung handlen? Bei wievielen Ausgestoßenen wird der Druck zu groß? Eine Revolution steht an, das liegt in der Luft.
Leider kann sich Sam nicht mit diesem utopischen Freiheitsgefühl anfreunden, aber hey, wir alle wissen, dass er es irgendwann trotzdem tut. Schließlich hat er nun Zeit, da Klein Emma von dem Wolfpack mitgenommen wurde (Warum bekommt eigentlich Lala so dermaßen einen aufs Maul von dieser Wolfstussi?) und interessant wäre es allemal, wenn die Übernatürlichen zusammenhalten würden, anstatt sich andauernd auf die Fresse zu hauen.
Apropos- Alcide's Richtung des fanatischen Packmasters taugt mir gar nicht. Gib manchen Leuten keine Macht...



Bill ist inzwischen, nachdem er mitbekommen hat, dass er in die Zukunft jedes einzelnen Vampirs gucken kann, im vollkommen Lilith Delirium. In einer Traumsequenz im Lalaland wird ihm ausführlich erklärt, dass die neue Zeit angebrochen ist und er dafür verantwortlich ist, alles zu retten (oder zu Ende zu bringen). Jessica macht sich natürlich voll die Sorgen, heult, prädigt, hofft, ihren Vater irgendwie aus seiner Starre zu lösen, ja, engagiert sogar eine Fangbangerin, denn Papa könnte ja schließlich Hunger haben. Hat er auch. Und hier kommen wir zu dem größten "Outch" Moment.

Es fängt ja vielversprechend damit an, dass Billith Frau Nutte sehr stylisch in Grudge Manier verbiegt, fand ich jetzt so, hmmm, ganz geil, doch was dann folgt, ist das Aftereffects Desaster schlechthin.



Bitte, liebe Postproduction Effekte Leute, DAS kann doch nicht euer Ernst sein. Like...really?
Ein digitaler Blutschlauch, der aussieht, als wäre er mit Paint in den 60ern zusammengeklöppelt worden???
Ich habe bessere Semesterarbeiten gesehen, von Leuten, die gerade Drei Minuten Flash in den Händen hatten. Und das war mit Vektoren gezeichnet. Warum tut ihr mir das an? Muss das sein, kann man sich nicht 5 Minuten mehr Zeit für solche "Schockeffekte" lassen? Das macht alles, aber auch wirklich ALLES kaputt und drängt diese hinreißende Serie einfach nur in eine Trashecke, die sie weiß Gott nicht verdient hat. Lassen oder vernünftig machen. Kotz!

Zu guter Letzt, auch um mich mal ein wenig zu beruhigen, Erics Rache.
Tja, was so gar nicht super duper an den Kontaktlinsen ist, ist das sie auch irgendwann mal raus müssen. Und das Eric fliegen kann und weiß, wo die hübsche Teenietochter des Gouverneurs ihr Fenster hat. Praktischerweise trägt diese auch gleich ein "ich-mach-was-du-willst-und-trage-ein-80-er-Jahre-Vampirfilm-das-schön-im-Wind-flattert-" Nachthemd. Höhöhö....never mess with a Northman, Bitch.

Abschließend bleibt zu sagen, dass ich die Folge wirklich extremst genossen habe und ich hoffe, dass diese Staffel es schafft, auf diesem Niveau zu bleiben. Vielleicht ist ja doch noch ein Lichtstrahl in Sicht? Wer weiß, wer weiß...

(Photo source: ©HBO, all rights reserved)

Mittwoch, 19. Juni 2013

True Blood 6.01- "Who are you, really? " Billiths Rückkehr.


Source: wikia.com

Ich gebe zu, ich habe den Staffelstart weder herbeigesehnt oder erwartet, noch habe ich ihn verteufelt.
Es war mir einfach mittlerweile...egal. Ziemlich traurig, in Anbetracht der Tatsache, dass True Blood mir in den letzten Jahren ziemlich viel Freude gebracht hat. Kaum auszudenken, dass es gerade mal eineinhalb Jahre her ist, dass ich Sam Trammel zitternd mit meinem Camcorder gegenüber saß und meinen Arm dazu zwang, bitte ruhig zu bleiben. Aber das war vor allem. Genaugenommen befanden wir uns dort inmitten der zweiten Hälfte der vierten Staffel, die mich zwar maßlos enttäuscht hatte, aber trotzdem noch einen Funken True Blood Fieber versprühte und mich sehnsüchtig auf den nächsten Montag warten ließ. Schmuseeric hin oder her. Und dann kam das nichts, das Aftereffect- Massaker der fünften Staffel, bester Bösewicht ever gekillt, Rauchmonster aus LOST, mit einem Sahnehäubchen, das sich Billith schimpfte.

Klar, dementsprechend machte es mir nichts aus, bis heute morgen warten zu müssen, obwohl die Folge bereits seit Montag auf meinem Rechner dümpelte ( Wer jetzt laut "Will ich" schreit, ihr bekommt die Folge bei I-Tunes für einen stattlichen Preis von 2,99 Euro). Erwartet habe ich nichts.
Und ich wurde in meinen Erwartungen nicht enttäuscht- die Staffel beginnt ziemlich lahm- allerdings auf konstant solidem Level.




"I am Bill Compton, though clearly, I am something more.  I see that now, I see everything so differently now."
Wir beginnen mit der Flucht aus dem Authority Gebäude, die Staffel knüpft nahtlos an die fünfte an.
Bill getränkt in Blut. Verschmelzung mit Lilith. Carrie- des Satans jüngste Tochter Gedächtnislook. Praise Billith. Es wird geflohen, um sein eigenes Leben (oder Unleben) gerannt, Eric und Sookie zurückgelassen. Nachdem letztere im Aufzug Panik bekommen und kräftig gegen die Decke kloppen, schafft man es dann doch nach draußen. Bummbumm! Gebäude fliegt in die Luft, alle schaffen es zum Auto und sind wieder vereint. Ein letzter Blick aus dem Fenster, Billith marschiert erhaben durch die Flammen. So far, so good. Hätte man jetzt nicht so viele Minuten mit füllen müssen, es war vorhersehbar. Genau wie das Geplänkel danach- Eric pampt Pam an, die heult, lässt sich von Tara in einer pathetischen Rede trösten, Jason hat genug davon, sich sein Gehirn von Vampiren vergewaltigen zu lassen, droht Nora umzubringen, Sookie wirft sich, heldenhaft und penetrant wie immer, dazwischen, Jason haut ab. Meine Güte, Jason. Auch wir haben es jetzt nach fünf Staffeln so langsam begriffen, dass Sookie die Freundschaft zu den Vampiren wichtig ist. Warum tust du es nicht langsam mal auch?





Was mich im Zusammenhang mit der Szene überrascht hat, war Jessicas physische Hingezogenheit zu Bill. Dieser ruft sie, Eric versucht sie aufzuhalten, was darin endet, dass Jess uns eine Linda Blair-esque Performance hinblättert. Sie kann sich nicht wehren, und es scheint, als würde ihr Körper sterben, falls der Ruf ihres Machers ignoriert wird. Sookie beschließt also, Jess zu Billith zu begleiten. Eines ist ohnehin sicher- das Ding muss sterben, denn die Welt ist in Gefahr. Tara und Pam werden währenddessen zurück ins Fangtasia geschickt.

Zurück zu Sam. Ach stimmt, da war ja was...er, seine Liebste und das Werwolf Töchterchen befinden sich ja ebenfalls auf der Flucht. ACHTUNG: Wer nicht hart gespoilert werden möchte, sollte diesen Absatz meiden! Natürlich schafft Luna es nicht (ich weiß gar nicht mehr, warum, waren es die Skinwalkerkräfte?). Das war also der Maincharacter Death, um den soviel Wirbel gemacht wurde. Aha. Interessiert mich nicht. Luna war vollkommen irrelevant. Und da ihre Tochter dies ebenfalls nur mit den Worten "Meine Mummy ist tot. Ich hab Hunger." bekundet, interessiert es die Hinterbliebenen wohl auch einen feuchten Furz. Lafayette schafft es immerhin, dieses mega verstörte Kind im Merlottes mit Essen zu trösten, was Sam die Zeit gibt, auch eine Träne herauszupressen. Wie es da wohl weiter geht? Seriously, mir vollkommen egal. Und hier haben wir schon den Grundstein für einen "Who the fuck cares- Ich-geh-aufs-Klo-ohne-auf-Pause-zu-drücken-Nebenplot".



Wo wir bei Nebenplots sind. Wolfpack. Ansehnliche Effekthascherei, aber vollkommen nebensächlich. Alcide isst eine Leiche, wird damit endgültig zum Packmaster, was zur Folge hat, dass ihm nun alle nackten Hündinnen zu Füßen liegen. Ganz Mann bespringt er natürlich die erste barbusige Frau. Love Interest bemerkt das, und stellt sich nackig dazu. Threesome mit anderem Groupie, denunzierendes Vorspiel. "I'm your number one bitch, don't you forget."
Ja, treibt es alle miteinander. Hab nichts dagegen. Gucke mir gerne Nackt-Alcide und seinen Harem an.



Womit wir beim Dorf der Verdammten wären. Andy und seine Feenkinder, die im Stundentakt wachsen. Oh bitte!! Ich will das nicht. Das ist scheiße, dass interessiert mich einfach nicht. Ich find Feen scheiße. Schreibt sie doch raus, bitte. Das war der sinnloseste Moment der gesamten fünften Staffel, diese verdammte Feengeburt. Wir mögen das nicht. Ganz ehrlich, interessiert das irgendwen da draußen? Ich kenne niemanden, dem diese ganzen Feen nicht tierisch auf den Sack gehen.



Back to the interesting Part: Showdown bei Bill Compton. Eric und Co sind Sookie und Jess natürlich gefolgt. Eric will Bill pfählen, klappt natürlich nicht so ganz (hey, es ist Billith). Und dann...schafft es Sookie, hinterrücks, tückisch. Doch Moment? Es passiert ja gar nichts. Kein Vampirmatschhaufen. Nur ein desinteressierter Bill, der doch nur reden möchte. Arm und verwirrt und den Platz in dieser Welt noch nicht gefunden. "I brought you here tonight so you could see for yourselves, I am no monster. I do not wish any of you harm but if you force me to defend myself again you will be sorry."

Ist doch alles tutti. Jess will direkt bleiben und lässt sich von Papa zu Bett bringen, der sie mit einer Tasse heißem Blut versorgt. Und cool, er scheint plötzlich auch die hohe Kunst der Telekinese zu beherrschen. Awesome. Man könnte fast Mitleid mit ihm bekommen, denn scheinbar weiß er selbst nicht, was er genau ist und was er kann. Aber hey, it's fucking Bill Compton. Ich traue ihm kein Stück über den Weg. Und erst recht nicht, nachdem ihn Lilith zum Ende hin in Dreiercombo erschienen ist und durch seinen Körper fuhr. Bist du nur Marionette, oder der Puppenspieler? Und wenn, steckt da tatsächlich noch ein bisschen Bill in dir? Ich bin gespannt, wie das alles aufgelöst wird. Fakt ist, stirbt Bill, stirbt die ganze Serie. Ich bin kein Billfan, aber True Blood gründet nunmal auf diesem Liebesdreieck.

Und hier gab es wenigstens einen schönen Eric- Sookie Moment. Eric begleitet Sookie heim und überschreibt ihr zum Dank das Haus zurück. Sookie zieht ihre Einladung zurück, woraufhin Eric natürlich das Haus verlassen muss und somit keinen Zutritt mehr hat.
Nora wartet auf der Veranda und bekommt das ganze natürlich mit. Das ganze? Erics Gefühle für Sookie natürlich. Somit weiß sie um seinen Schwachpunkt. Ich denke, da erwartet uns noch etwas.
Miss Gainsborough trau ich nämlich auch nicht und sie ist bis jetzt viel zu transparent geblieben.

Und nun zu der Storyline, die für mich persönlich am meisten hergibt: Dem Gouverneur.
Nachdem die Tru Blood Fabriken ja bekanntermaßen gesprengt wurden und der Bestand an sythetischen Blut somit ziemlich knapp bemessen ist, müssen immer mehr Bürger in Louisiana um ihr Leben bangen. Klar, dass die Regierung das so nicht hinnehmen möchte. Die Rechte der Menschen sollen wieder gestärkt werden, die Vampirgeschäfte geschlossen, Waffenbesitz gefördert und begrüßt- doof nur, wenn der Gouverneur selber Deals mit den Vampiren eingeht.
Das schreit mir doch nach wunderbarer Korruption und ich glaube, in dem Kerl steckt das Potenzial für einen herrlich machtvollen Bösewicht. Da bin ich mal wirklich gespannt.

"You boys are? Let me guess... Male strippers?"
Das Fangtasia wurde natürlich auch geschlossen. Nur mal so nebenher. Ob Pam das allerdings so gut findet, dass man ihren Schützling/ ihr Loveinterest anschießt? Hmmm, ich denke nicht. Pam ist übrigens in Bestlaune und es macht nach wie vor Spaß ihr zuzugucken.



Last bot not least- Warlow.
Warlow, Warlow, Warlow. Hm. Nun haben wir ein Gesicht zu ihm. Irgendwie bin ich enttäuscht, aber ich glaube, das liegt daran, dass an Russell Edgington niemand wirklich herankommen kann.
Allerdings war dies ein klassischer Jason, ich habe die Hände über den Kopf zusammengeschlagen. Junge...warum setzt du dich in ein Auto und erzählst fremden, gruseligen Männern mit weißem Eyeliner und Stehkragen deine Lebensgeschichte??? Warum? Hallo, Stehkragen! Schon jemals jemanden mit Stehkragen gesehen, der nett ist? Sowas tragen nur die Bösen in der Neuzeit.
Naja, jetzt hast du ihm alles brühwarm serviert. Und sofort haben die Buchstaben neben Sookies Bett gefunkelt. Tolle Wurst, Jason Stackhouse.

Alles in allem fand ichs ziemlich...lahm. Mich hat jetzt nichts vom Hocker gerissen. Klar gab es ein paar tolle Momente, Eric sexy wie immer, Pam pammig wie immer, Sookie nervig wie immer.
Es war durchaus unterhaltend, aber ich sitze nicht hibbelig auf meinem Stuhl und bis Montag kann ich mich locker gedulden. Ich hoffe einfach inständig, dass True Blood die Kurve mit dieser Staffel noch mal kriegt und wieder zu der furchtbar genialen Serie wird, die sie irgendwann in der dritten Staffel mal war. Zerstöre mir nicht meine Lieblingsserie. Bitte. Und wenn doch, habt wenigstens den Mut sie in Würde sterben zu lassen...

(Screenshots: © HBO, all rights reserved)

Donnerstag, 21. Februar 2013

Cult- Fandom goes crazy (CW)



CW

Manchmal frage ich mich, warum ich mich immer hinreißen lasse. Ist es, weil ich Angst habe, mir könnte was entgehen? Ich rechtfertige dies immer mit einer gewissen Aufgeschlossenheit. Diese Aufgeschlossenheit führte mich letzten Endes zu der neuen CW Serie "Cult", die vor zwei Tagen ihr Debut feierte. Und was soll ich sagen? Nicht viel, denn die erste Episode hinterlässt mehr als nur viereckige Fragezeichen und 3-D Pappbrillen in meinem Kopf.

Worum es geht? Liebe Leute, ich würde euch gerne an dieser Stelle einen Wahnsinnsplot zusammenschustern, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich no f-u-c-k-i-n-g idea. Es sind lediglich Fragmente und eine dumpfe Rahmenhandlung, von der ich mir noch nicht einmal wirklich sicher bin, ob ich sie einfach nur fresse, weil sie mir so lecker serviert wird und sie sonst eigentlich nicht der Wahrheit entspricht. Denn schon jetzt scheint es so, als müsse der Zuschauer selbst entscheiden, was an dieser ganzen feinen Geschichte Fiktion ist, was real und was lediglich Fiktion in der Fiktion.

Die erste Episode beginnt mit einem Ausschnitt der "TV in TV" Serie "Cult", die sich einer großen und anscheinend obsessiven Fangemeinde erfüllt. Im Cafe "Fandomain" fröhnen die Hardcorefans zusammen ihrer größten Leidenschaft, veranstalten Publicviewings, tauschen sich aus über jeden kleinsten Schnipsel den sie entdecken. Die TV Serie wird gefeiert und verehrt, und außer dass es sich um eine Art Kult zu drehen scheint, bleibt uns als realen Zuschauer der Inhalt der fiktiven Serie noch etwas verborgen.

CW
Wir lernen Hardcorefan Nate kennen, bei dem schon nach zwei Minuten klar zu sein scheint, dass er ordentlich einen an der Murmel zu haben scheint- dieser Eindruck wird zumindest erweckt, als er seinem Bruder in einem Café gegenüber sitzt und der festen Überzeugung ist, die Fernehserie "Cult" bedrohe sein Leben...

Bruder Jeff (Matt Davis) teilt unsere Murmelüberzeugung- bis er einen Anruf seines Bruders bekommt, der Böses ahnen lässt. Umgehend fährt Jeff zu Nates Wohnung und findet nichts, außer einen blutigen Stuhl und die über den Bildschirm flimmernde Serie...

Ganz klar ist hier ein übles Verbrechen passiert und Bruder Jeff wird klar, dass sein Bruder nicht Banane ist, sondern dass die böse Serie mit Sicherheit etwas damit zu tun haben muss. Gemeinsam mit Produktionsassistentin Skye (Jessica Lucas), die wie aus dem nichts auftaucht, beginnt er, seinen Bruder zu suchen und stößt dabei auf ziemlich viele, sehr, sehr gruselige Parallelen zur TV-Serie.

CW

Ich muss sagen, dass ich nach diversen Lobpreisungen über die erste Episode mit ziemlich vielen Vorschusslorbeeren an "Cult" herangegangen bin und das meine Erwartungen ein Stück weit hoch gesteckt waren- vielleicht zu hoch. Denn wenn ich ehrlich bin, hat es mich zwar schon in gewisser Weise unterhalten, schaffte es aber zu keinem Zeitpunkt, über ein stetiges "666 Park Avenue" Level hinaus. Bei aller Liebe, aber die Charaktere sind in meinen Augen ziemlich platt und vorhersehbar gezeichnet, denn schon alleine dieser plötzliche Sinneswandel von Jeff ist mir vollkommen schleierhaft. Wenn ich davon ausgehe, dass mein Bruder vollkommen bescheuert ist (und noch dazu exdrogenabhängig), dann brauch ich als gesunder Mensch jawohl mehr als zwei Tage erzählte Zeit, um mit meiner Skepsis zu brechen.
Eine TV Serie soll schuld am verschwinden meines Bruders haben? Reeeeeally???
Fick dich, das ist ein selbstinszeniertes Drogen Abenteuer.
-Wären das nicht die normaleren Gedankengänge?

CW


Und dann ist da noch die Assistentin, der alles irgendwie gruselig ist und die nichts besseres zu tun haben scheint, als Jeff sofort zu vertrauen und als Partnerin zur Seite zu stehen. Wieso? In meiner Welt braucht man sowas wie Annäherung. Ich stelle mich nicht einfach zu fremden Menschen und helfe ihnen, das Geheimnis um die Zahl 23 zu lüften (auch wenn mich die Illuminaten interessieren und ich ein Fan von Verschwörungstheorien bin). Das erscheint mir so an den Haaren herbeigezogen.
Schade eigentlich, denn die Besetzung ist klasse. Ich hoffe doch sehr, dass sich in den nächsten Episoden noch ein klein wenig Tiefgang bildet, denn im Moment zeichnet sich mir da zu deutlich das Bild vom sinnfreien Hochglanz Hollywood. Man merkt schon ein wenig, dass das "Gossip Girl" Produzententeam bei der Serie seine Finger mit im Spiel hatte.

Allerdings ist der Style der Serie unglaublich geil. Bizarre, verstörende Bilder, die ganze Thematik, die Idee dahinter (verrückte Fandoms- wie genial und wahr ist das? I could sing a song about it)- Wenn CW sich schlau der gegebenen Social Networks bedient, könnte das "Cult" Imperium ein ebenso gestört geniales Fandom kreieren, wie es die Serie zeichnet. Das Potential ist gegeben, auch jenes, eine richtig geile Serie zu werden. Denn diese Intransparenz und Brainfuckmatsche, die "Cult" in meinem Kopf produziert, macht die Serie auf jeden Fall sehenswert und weckt Hunger auf die kommende Woche. Hoffen wir nur, dass "Cult" dieses Hypepotenzial nicht so schnell ausspielt, wie "666 Park Avenue" seiner Zeit. Denn sind wir mal ehrlich- wer Hochglanz will, der braucht solche Serien nicht. Dieses Publikum bleibt eh bei Grey's Anatomy.

Hier könnt ihr euch all das, was ihr gerade gelesen habt, nochmal anschauen.