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Mittwoch, 3. Juli 2013

Dexter 8.01- Der Anfang vom Ende




Wie lange habe ich der finalen Staffel von Dexter entgegen gefröhnt... jetzt ist es soweit, das Ende beginnt. Und es beginnt vielversprechend, wenn auch pessimistisch hinsichtlich eines Friede Freude Eierkuchen Abschlusses.


"Das sollte für uns beide sein." Exzessiv stöhnend zieht Debra sich die Line, die ihr Teilzeitgefährte für sie beide hergerichtet hat. Debra scheißt drauf. Sie wirft den Kopf in den Nacken, die Sonne scheint flach durch die herunter gezogenen Jalousien des abgeranzten Motelzimmers. Berauscht öffnet sie die Beine, scheinbar angetörnt von der Waffe ihres Begleiters, der sich noch um diverse Geschäfte kümmern muss, trotzallem noch Zeit hat über die kaputte, willige Brünette herüber zu steigen. Und nicht nur wir fragen uns: Ist das der Beginn des herbeigesehnten Endes?

Sechs Monate sind mittlerweile vergangen, seit LaGuerta von Debra erschossen wurde. Für einige scheint es die Erlösung gewesen zu sein, für andere der Abgrund. Angel ist mittlerweile wieder an Bord des Miami Metro Homicide Teams, da er es nicht auf sich ruhen lassen kann, dass Marias Mörder frei herumläuft. Würde er wissen, dass er sich nur umdrehen müsste. Wir alle wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis alles herauskommt. Und vielleicht gibt es dann mehr, als eine Parkbank, die das Andenken an den ehemaligen Captain des Departments in Ehren hält.

Dexter scheint es im Moment richtig gut zu gehen, denn mit dem Tod LaGuertas haben sich sämtliche Probleme für ihn in Luft ausfgelöst- zumindest scheint es so. Niemand steckt mehr seine Nase in seine Angelegenheiten, niemand bringt ihn mehr in Verbindung mit dem Bayharber Butcher.
Vorerst. Wäre da nur nicht seine Schwester, zu der er seit Monaten keinen Kontakt mehr hat. Anrufe lassen ihn lediglich wissen, dass ihre Mailbox voll ist. Auch ein Besuch auf ihrer neuen Arbeitsstelle, für die Debra mittlerweile als Kopfgeldjägerin tätig ist, verheißen nichts gutes und geben kaum Informationen über ihren derzeitigen Aufenthaltsort. Seit Wochen war sie nicht im Büro, allerdings scheint es ihre Art zu sein- sie meldet sich, wenn sie arbeiten will, so war der Deal. Ihr letzter Auftrag ist ein Typ namens Andrew Briggs. Dexter macht sich also auf, seine verlorene Schwester zu suchen.




Du hast mich dazu gebracht, alles von mir aufs Spiel zu setzen, für das ich stand. Und ich hasse dich dafür.

Dexter hackt sich in den Kreditkartenaccount seiner Schwester, praktischerweise kommt er auch ziemlich schnell auf das Passwort, denn es ist, was es ist, ein- F-U-C-K-I-N-G-P-A-S-S-W-O-R-D.
Die Abbuchungen besagen, dass Debra ziemlich häufig in einem bestimmten Supermarkt in Fort Lauderdale einkauft- Dexter nutzt diesen einmaligen Anhaltspunkt und wird direkt Zeuge, wie sie und Andrew arschklapsend den kleinen Supermarkt betreten. Was folgt ist die ultimative Konsequenz der letzten Staffel: Debra macht ihrem Bruder unmissverständlich klar, inmitten von bunten Lebensmitteln, dass sie rein gar nichts mehr mit ihm zu tun haben möchte. Denn er hat ihr alles genommen, was sie war, alle Werte, die sie vertreten hat, wurden ausgelöscht. Ein dramaturgischer Schlag in Dexters Gesicht und es scheint, als ob er das erste mal versteht, was wirklich in seiner zerissenen Schwester vorgeht.

Quinn, der mittlerweile was mit Batistas Schwester und Harrisons Nanny angefangen hat, tut indessen alles, um Debra unter der Hand mit Infos auszuhelfen. Ziel ihrer Recherche ist ein gewisser "El Sapo", den sie bei Schmuggelgeschäften mit ihrem Bettgefährten erspäht hat.
Da Quinn seine ehemalige Vorgesetzte nicht erreichen kann, gibt er kurzerhand Dex Bescheid, der sich mit Harrison an der Backe direkt auf die Internetsuche nach Debra begibt. Es stellt sich heraus, dass der zwilichtige Herr ein Auftragsmörder ist, der wahrscheinlich auf Andrew angesetzt wurde, was bedeutet, dass sich seine Schwester ebenfalls in Lebensgefahr befindet. Wenigstens weiß Dex dank Quinn, wo er suchen muss: laut ihm hat sich Debra das letzte Mal im Pink Motel aufgehalten.
Da allerdings die Nanny, die sich ja gerade mit Quinn vergnügt, sowie Quinn selber nicht ans Telefon geht, wird Harrison kurzerhand mit genommen.



Die Konfrontation im Hotel erweist sich als aussichtslos. Während Dexters Sohn auf dem Rücksitz des Wagens zurückgelassen wird, versucht Dex, ein letztes Mal seine Schwester von der drohenden Gefahr zu überzeugen, sie zu überreden, mit ihm zu kommen, zu reden und diesen Konflikt hinter sich zu lassen- doch leider interessiert es sie nicht, ob der Tod an ihre Moteltür klopft. Denn Debra ist bereits tot. Es gibt nichts mehr, was es wert wäre, nichts mehr, was ihr Leben lebenswert machen könnte. Und natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis Andrew den Besucher, der ihm schon in dem Supermarkt aufgefallen ist, zur Rede stellt. Es kommt, wie es kommen muss, der Streit eskaliert und Dexter rammt Andrew nicht nur das metaphorische Messer in den Rücken.
Debra scheint nicht einmal mehr schockiert, sondern hysterisch resigniert, als hätte sie geahnt, dass es so kommen musste. Als hätte sie akzeptiert, dass Dexter in ihrem Leben nur eine Koexistenz mit dem Tod führen kann."Ich bin in der verfickten Hölle und das ist genau das, was ich verdiene. Aber du bist verloren. Mein ganzes Leben dachte ich, dass ich dich brauche. Das ich ohne dich nicht überleben könnte. Fuck. Fuck. Es war die ganze Zeit verfickt nochmal anders rum."

Da Debra den Mord der Polizei meldet, flüchtet Dexter um keinen Verdacht auf sich zu lenken. Der Schock- Harrison ist fort. Zum Glück findet er ihn unweit des Parkplatzes, umklammert ihn mit seinen blutigen Händen. Und schnell wird ihm klar- er ist es, der verloren ist.



Abseits der ganzen Ereignisse bekommt die Miami Metro eine neue Beraterin zugeteilt, Dr. Vogel, anerkannte Neuropsychiaterin, die das Department bei der neuen zu erwartenden Mordserie, bei dem den Opfern Teile des Gehirns sorgsam entfernt werden, mit ihrem Fachwissen unterstützen soll. Dexter fühlt sich von der Dame schnell belästigt, da diese ein scheinbar unendliches Wissen über Serienkiller zu haben scheint, somit auch über ihn. Und spätestens als diese Dexter beratend zur Seite zieht und von ihm seine Thesen zum vorgehen des Bay Harber Butchers haben möchte, dämmert es ihm. Und Dexter soll nicht falsch liegen, denn Dr. Evelyn Vogel krädenzt ihm sogleich alte Kinderzeichnungen von ihm- auf die Frage, woher sie die hat antwortet sie selbstsicher: "Du kannst mich nicht töten. Ich passe nicht in Harrys Code."

Ein gelungener, wennauch desillusionierender Staffelauftakt. Wir alle merken jetzt schon, dass Dexter unweigerlich auf den Abgrund zusteuert. Zu hoffen ist es- für ihn, für seinen Sohn und für seinen Vater. Und nicht zuletzt für Debra, die wahrscheinlich erst wieder Ruhe finden wird, wenn sie Dexter endlich hinter sich lassen kann. Zu wünschen wäre es ihr- denn auch uns als Zuschauer dämmert langsam, wer in dieser Serie wirklich verloren ist- und wer noch gerettet werden kann...


(Photo sources: ©Showtime, all rights reserved)

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Last #Sutterday- #SOA Season Finale

via FX

Katerstimmung im echten Leben und auch bei meiner Lieblingsserie stellt sich langsam die Ernüchterung ein.
Es waren tolle drei Monate und wie es bei Drogen so ist, ist es gut, mal in die Pause zu gehen um seinen Geist wieder frei zu machen und sich zu rehabilitieren.

Meine Review zum Staffelfinale wird heute wohl etwas undetaillierter ausfallen, nicht etwa aus mangelndem Interesse, sondern da Cerid das schon so schön ausklamüsert hat, dass ich eigentlich nur meinen Ketchup zum Senf geben möchte, betrachten wir es also als langen Kommi für eine sehr, sehr gute Review.

Cerids Review zum Season Finale

(Es ist aber auch scheiße, dass meine Lieblingsblogs bei Wordpress sind und ich das ganze nicht mal eben geschmeidig rebloggen kann)

via last fm


Was ist allgemein zu sagen? Ich saß auf heißen Kohlen und mir wurde zwischenzeitlich mal etwas schlecht, wenn ich ehrlich bin, denn so langsam wie das Tempo im Finale auch wahr, es funktionierte perfekt und Sutter hat mich in einigen Szenen wirklich auf die Folter gespannt. Nicht zuletzt weil ich um meinen absoluten Lieblingscharakter Tigger bangen musste, aber das habt ihr ja sicher schon mitbekommen, kein Grund, das ganze Pope Gedönse noch mal auseinanderzufrimmeln. Alles in allem hat das Finale super geklappt und einige Fragen für mich geklärt. Überrascht hat mich nicht viel, was aber auch nicht schlecht war, denn im Gegenteil, ich bin sogar ziemlich erleichtert, dass sich Gedankengang A da erfüllt hat.
Und Cerid hat da schon recht, es gab nämlich auch widerrum einige WTF Momente.



Der erste Punkt auf den ich eingehen möchte ist natürlich Pope, Jax und das Spiel mit dem Feuer.
Ich kann mich hier nur anschließen- mein lieber Jax, für mich war die Aktion zwar heldenhaft angedacht und weiß Gott, ich bin froh, dass du so gehandelt hast, aber Jesus Christ, das war eher reines Glück als ein Plan und ich bin mir nicht sicher, wieso die werte Frau Karma da auf deiner Seite stand.
Trotzallem fand ich es von der Spannung her absolut genial, denn ich muss gestehen, dass es eigentlich auch keine andere Möglichkeit gab, um den Zuschauer in dem Punkt schwitzen zu lassen.
Bis zum letzten Moment hab ich Jax die Nummer abgekauft und ich habe gedanklich bereits meinen Nachruf geschrieben. Die Schauspielerische Leistung von Kim Coates und Charlie Hunnam war hier aller erste Sahne, als Tig Jax vor die Füße gespuckt hatte, hat es mich innerlich so zerissen, als hätte meine beste Freundin mich verraten.
Das Pope so unspektakulär abgedankt hat, hat mich natürlich erst einmal NICHT befriedigt, aber ich sehe die Sache da differenzierter, weil es Tigs Zerrissenheit in diesem Moment einfach unterstichen hat.
Monatelang hat er gewartet, bis er den Tod seiner Tochter rächen konnte, hat sich wahrscheinlich schon die wildesten Folterfantasien ausgemalt und dennoch: Ein Schuss, und er ist hin. Für mich eine geniale Szene, denn für mich spiegelt es einfach wider, dass er schnell mit dieser Sache abschließen wollte und zeigt Tig mal nicht als Soziopathen- was einen deutlichen emotionalen Gegensatz zu Jax darstellt, dem wir solche Grausamkeiten im Gegensatz zu Tiggy nicht wirklich zugetraut hatten. Auch das verzweifelte nachdrücken (doof, wenn die Ammo leer is) fand ich hier perfekt- dieses bewusst werden, dass der Kerl eigentlich noch viel mehr verdient hätte.
Und Chapaeu, mein lieber Präsident, well played, Karten astrein ausgespielt. Wie perfekt das alles zusammen passte, war für mich einer der größten WTF Momente. Was ein kleiner Fuchs! Alle Probleme auf einmal gelöst- Clay bekommt seine Strafe, Eli seine Rache, Das Pope Imperium einen Mörder und Jax gute Geschäftsverbindungen. Ich ziehe den Hut vor dir, Jax Teller, denn zumindest so hast du mir bewiesen, dass du anscheinend doch noch der Hütchenspieler bist, der du mal warst.


via http://seriable.com


Zu Clay sag ich jetzt nicht viel, er tat mir ja leid, aber letztendlich hat er es einfach sowas von verdient.
In meiner kleinen Traumwelt, in der ich der erste weibliche Präsi bin, wäre er längst unter Qualen hingerichtet worden. Eigentlich hats ihn ja gut getroffen. Und wie ich Clay kenne, war es das noch lange nicht.
Gemmas Reaktion habe ich erwartet und ich bin mir sicher, sie wäre nicht nach Irland mitgekommen.
Ich wusste einfach, dass sie noch so einen Knaller rausholt und hätte ihr das Schicksal den nicht in die Hände gespielt, wäre es halt später passiert. So ist sie eben.
Und Gemmas Nummer mit Tara fand ich hart, aber eine weibliche Rolle ist für mich nur dann gut, wenn ich aus vollem Herzen "Miststück" während einer Szene schnaube und das habe ich weiß Gott oft getan.
Und ich weiß nicht, aber Tara und Nero jucken mich irgendwie recht wenig. Das Tara einen drankriegt, hab ich mir gedacht, aber irgendwie...ach ich find die irgendwie doof. Und Nero ist einfach da. Punkt.
Ich gönn ihm und Gemma diese neue Liebe zwar, hab aber irgendwie erwartet, dass in punkto Nero noch ne Bombe platzt. Ist nicht passiert. Weiter im Text.

Wo wir bei Kommentararmen Dingen sind: Juice. Danke, Cerid! ;)

via FX


Tigs neues Loveinterest fand ich herzallerliebst <3. Das Tig einen gewissen Hundetick hat, wussten wir ja bereits und ich glaube, dass seine neue Begleiterin ihn da an seine alte, verstorbene Flamme erinnert hat.
Möge es den beiden gut gehen und möge Er nun jemanden haben, der sein schwarzes Herz wieder mit Liebe erfüllt. Ich möchte meinen Mann nicht mehr weinen sehen.

via FX

Zu guter Letzt: Haha, Otto! Was habe ich gelacht. Mein Mann und ich konnten uns bildlich vorstellen, wie Kurt Sutter wie ein kleiner Junge hibbelig am Set sitzt und sich einen Ast abfreut.
"Darf ich jetzt, darf ich jetzt, darf ich jetzt?"
Made my day. Ich liebe diesen kranken Bastard.

So, dass war's. Meine letzte SOA Review für dieses Jahr und eine ganz lange Zeit danach.
Das gibt dann wohl bald den X-ten Rerun, aber egal, ich bin mir sicher, Sutter und meine Reapercrew unterhalten mich für diese lange, lange, lange, trostlose Zeit.... Adiós, Ese!

via FX






Donnerstag, 29. November 2012

WTF, Sutter? #SOA

FX


Puuuh, wo soll ich anfangen? Herzallerliebst, diese Folge. Hat mich nicht schlafen lassen und mir mal wieder verdeutlich, dass mir die baldige Staffelpause mal wieder ganz gut tun wird, da der kleine Bikerclub viel zu viel meiner Gedanken einnimmt. Es ist erstaunlich, aber ich habe noch NIE eine Serie geschaut, die mich a) so dermaßen fesselt, und b) die genauso obsessive Fans hat, wie ich einer bin.
Der Wahnsinn nimmt ja echt Züge an, Twitter wird von SAMCRO beherrscht, zumindest meine Timeline, und glaubt mir, ich folge nicht nur der lieben Familia.

Das erste was ich heute morgen um halb acht dachte, war: Oh Gott, Oh Gott, Tigger wird sterben.
Mittlerweile bin ich wirklich der festen Überzeugung, kann mit dem Gedanken aber keinen Frieden schließen.
Denn falls er draufgehen würde, klopf klopf klopf, dass es nicht passiert, würde das zeitgleich bedeuten, dass Jax seinen Bruder ans Messer liefert. Und bei Jax, mit Verlaub, bin ich mir bei nichts mehr sicher.
Und ich weiß nicht so richtig, ob ich meine Symphatie durch diese hypothetische Aktion jemals wieder mit ihm teilen könnte. Ope konnte ich schließlich nur verschmerzen, weil er als Held starb, wenn auch als tragischer. Aber meinen Lieblingsmann aus Bequemlichkeit und Schiss vor der Pope GmbH killen?
Bitch, please. Nein.

Dennoch, wer seiner Exfrau eine Heroinspritze ins Fleisch jagt, dem trau ich auch das zu.
Einerseits kann ich seine Beweggründe verstehen, denn er möchte seine Söhne schützen, aber anderseits hätte ich es doch wesentlich humaner gefunden, Wendy einfach abzuknallen, anstatt sie wieder abhängig zu machen. Wie grausam und herzlos muss ein Mensch sein, sowas der Mutter seines Kindes anzutun?

Hach, schwierig. Einerseits liebe ich den Konflikt, den Jax gerade mit sich selber hat, hasse ihn aber gleichermaßen. Ich finde seine Entwicklung interessant, seine Verwandlung, seine emotionale Entgleisung.
Dennoch, ich hasse es mir darum so viele Gedanken zu machen. Sutter vergewaltigt mein Hirn.
Zudem kann ich diese ewige Moralvorstellungen- Verschiebung nicht jedes Jahr aufs neue mitmachen.
Bobby hat es auf jeden Fall sehr schön zusammengefasst:
"You're turning into the guy you wanted to kill."
Die liebe Cerid hat diesen Teil schon so schön erläutert, dass ich dazu gar nichts mehr sagen will.

Und sagt mal: Langsam kriege ich einen regelrechten Hass auf die verdammten Iren.
Müssen die eigentlich andauernd so einen Scheiß abziehen? Bäh...da rutscht ja die Kartellaktion vollkommen in den Hintergrund. Vielleicht sollte Samcro überlegen, schonmal provisorisch die IRA Schweinebande auszulöschen, auch wenn sie jetzt anscheinend mit den Iren nichts mehr zu tun haben. Echt, jede Staffel die selbe irische Laier. Kotztüten sind das.

Was uns zu Clay bringt. Ich muss es sagen und stehe damit wahrscheinlich alleine, aber er tut mir wirklich leid. Er tut mir wirklich leid. Zumal ich Gemmas Geschmuse irgendwie scheinheilig finde, wir dürfen nicht vergessen, dass wir es mit Gemma Teller, der Intrigenschmiede persönlich zu tun haben. Ich denke die letzten Staffeln haben uns gezeigt, dass gerade sie nicht jemand ist, der irgendwelche Sachen vergisst, die ihr Schmerz bereitet haben. Ich harre der Dinge die da kommen, auch wenn ich ihr das Glück mit Nero durchaus gönne.

Der mysteriöse Unbekannte ist auch nicht mehr so mysteriös. Er ist also mit der toten Schwester verwandt und wie man in der letzten Sequenz sehen konnte, Waffentechnisch gut ausgestattet. Ich liege also mit meiner Vermutung richtig, dass wir ihn in Staffel 6 öfter sehen werden, ich spekuliere ja auf einen großen Amoklauf nächste Woche, Cliffhangervielleichttote eingeschlossen.
Die John Teller Theorie, die einige Fans aufgestellt haben, dürfte sich also spätestens nach dieser Folge zerschlagen haben, obwohl ich Sutters Ankündigung dann doch gerne gesehen hätte.

"no, JT did not fake his death. John Teller is very, very dead. to prove it, i'm gonna have tig dig up his corpse and fuck it in season 6" -@sutterink

Eine Frage zum Schluss: Ist euch eigentlich aufgefallen, wie fix Happy tätowiert? Mann, Mann, Mann, bei der Geschwindigkeit wäre mein Arm ja in ner halben Stunde bunt. Ich sollte ihn mal anrufen...das wäre mir sogar was wert! ;)

Donnerstag, 22. November 2012

Do you still love me, tigger? #SOA

http://danceinyourmind.files.wordpress.com
Meine Güte, gestern war der SOA Tag schlechthin...erst mein neuestes Kapitel weitergeschrieben und mir
dann Abends gemütlich die neue Folge angesehen. Zu allem Überfluss wurde ich auch noch aus meinem lieblichen "Ich häng mit Jax und Tiggy in ner Kneipe rum" Traum gerissen und konnte, wie sollte es auch anders sein, nicht mehr einschlafen. Mein Unterbewusstsein hatte da kein Erbarmen, aller Wünsche zum Trotz. Wollte doch nur noch mein nicht existentes Krefelder wegzischen...seufz.

Aber da wir nun so schön und eiskalt wieder mal im Real Life angekommen sind, gibt es heute Mittag mal ein paar Gedankenfetzen zur aktuellen Folge. Ich verweis damit mal direkt wieder auf meine Blogger Reapercrew (Guckst du Liste), die ebenfalls wieder und bald fleißig am reviewen ist.

Ich weiß, ich jammer gerne mal in meinen Sons Reviews über den armen Juice, aber diesmal muss ich damit sogar beginnen. Bin ich die einzige, die das ganze als nicht fair betrachtet? Gut, er ist einen ziemlich beschissenen Deal eingegangen, aber doch nur weil der arme, kleine Juicy keinen Ausweg wusste. Ich meine hey, schließlich hat er unter der ganzen Situation ziemlich gelitten und Chibs hat mitbekommen, dass er fast Hops gegangen wäre. Und er wusste wieso...Scheiße, hat er das verdient?
Ich meine, Bro-Code hin oder her, er hat sich den Arsch aufgerissen, um diese fucking Papiere zu besorgen, es ist doch Jax Schuld, dass er sich von Kartell Machete entführen lassen hat.
Diese Kälte, mit der Chibs Juice aus Clays Haus geworfen hat, die hat mich erschreckt und mich hätte es nicht gewundert, Juicy am Ende der Folge durchs Bild hängen zu sehen.
Zum Glück war es so nicht, aber mittlerweile würde mich nichts mehr schocken.

via http://cdn1.screenrant.com

Womit wir bei Chibs wären...
Ganz ehrlich, ich versteh den Typen nicht. Wo kommt das alles her? Wieso folgt er blind seinem Präsidenten, ohne auch nur eine Handlung infrage zu stellen? Ich habe ihn immer viel mehr als warmherzigen Menschen gesehen (wenn man das in dem Milieu überhaupt sagen kann) und diese eiskalte Attitüde, die will irgendwie nicht so richtig passen. Von aufrichtiger Freundschaft und Liebe ist in diesem Club kaum noch was zu spüren, seit Jax an der Macht ist.

via http://wac.450f.edgecastcdn.net


Dabei lief es doch gut und sein Kartell Waffenclou war unglaublich. Aber ich sag es nicht gerne, Jax mutiert für mich immer mehr zum Monster. Ich hätte nie gedacht, dass sich die Symphatien noch mal umkehren können, aber mittlerweile schlage ich mich ein bisschen auf Clays Seite, der mir fast schon wieder leid tut.
Ich glaube ihm, dass er mit Gemma einen Neuanfang starten will. Ich glaube es ihm und ich spüre die Liebe, die immer noch da ist. Und nun gehen sie alle aus dieser Geschichte mit einem gebrochenem Herzen. Gemma. Clay. Nero.

via http://cdn1.screenrant.com/

Einziger Lichtblick war das Küsschen für Tig und ein aufrichtiges (?) "Liebst du mich noch, Tigger?"
Das hat mir ein wenig die Hoffnung zurückgegeben, dass Jax doch noch irgendwie einen Master Masterplan bezüglich Pope verfolgt. Denn eins steht außer Frage, tauscht er ihn ein, dann kann ich ihm es nicht mehr verzeihen.
Die Frage ist auch, selbst wenn sich alle wieder liebhaben sollten, was ich bezweifel und Pope noch dick eins auf die Gangsternase bekommt: Ist Jax Verhalten dadurch entschuldbar? Ist es wirklich zu verzeihen, dass man aus Rachemotiven heraus seine eigene Mutter, die einen in die Welt gesetzt hat und weiß Gott schon genug Scheiße ertragen musste, zur Prostitution zwingt? Ist es entschuldbar, einen selbstmordgefährdeten Bruder das einzige zu nehmen, was er hat? Ist seine Kaltblütigkeit zu entschuldigen, das Arme abhacken, die falschen Entscheidungen? Ich weiß es nicht. Die Serie kommt langsam für mich an einen Punkt, wo ich das ganze nicht mehr sehe. Ich glaube, wir schliddern da einem sehr dramatischen Ende entgegen.

Kim Coates schauspielerische Leistung fand ich in dem Clay-Tig Gespräch wirklich herausragend. Wie ein einzelner Mann es schafft, nur durch einen Augenbrauenzucker soviel Kaputtes auszustrahlen.
Und das ist Tig- gebrochen. Er hat seine Tochter verloren und seinen besten Freund, den Mann, in den er wahrscheinlich fast ebenso viel Liebe gesteckt hat. Falls er auf dem Weg sein sollte, ihm zu verzeihen, will ich nicht wissen, was passiert, wenn er heraus findet, dass Clay etwas mit den Nomads Attacken zu tun hatte...

Einzig Bobby schlägt sich auf Clays Seite (habe ich eigentlich schon angemerkt, dass ich es einen feinen Schachzug fand, Jax von der Kartellgeschichte zu erzählen?)...Irgendwie verstehe ich es. Bobby hat in den letzten Folgen sehr deutlich gemacht, dass er mehr als erschrocken von Jax Verhalten war und sein wir mal ehrlich- selbst ein Clay hat sich meistens nicht wie der eiskalte Killer schlechthin verhalten, er hat es wenigstens hintenrum arrangiert. Ich kann mir zum einen gut vorstellen, dass er einsieht, dass selbst Clay als Präsi einiges besser gemacht hat, zum anderen spielt da glaube ich die jahrelange Bromance eine Rolle.
Ich würde jedenfalls wahrscheinlich auch eher zu denen gehören, die sich noch aufs sinkende Schiff stellen. Irgendwie verbindet gegenseitige Liebe, auch wenn sie nahezu erloschen ist, dann ja doch.

Aber wer war denn jetzt der gutaussehende Prügelmann, der unserem lieben Kruzifix-Metzler Otto Delaney da einen Fausttanz vorführte? Ich wage zu behaupten, dass Sutter hiermit einen neuen Ultrabösewicht der nächsten Staffel präsentiert. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

via http://popcultureplayground.com

Mittlerweile ist das ganze für mich, wie man bestimmt merkt, in eine regelrechte Zitterpartie ausgeartet und je näher das Staffelfinale rückt, desto mehr Angst bekomme ich. Ich hasse Sutter dafür, dass in dieser Serie niemand mehr sicher scheint. Ich will auf jeden Fall dieses Jahr kein #RIPTigger trenden sehen....

Donnerstag, 15. November 2012

Day after Sutterday...

Sons of Anarchy Staffel 5- Ein paar Gedankenfetzen

Was hat sich Kurt Sutter da nur für böse Sachen diese Staffel ausgedacht?
Ich dachte eigentlich, ich kann nicht mehr tiefer in die SOA Abhängigkeit rutschen, aber Staffel 5 hat mich wirklich dazu gebracht, Mittwoch morgens hart meine SAMCRO Feeds auf meiner Twittertimeline zu ignorieren und mich vom Social Networks überhaupt fernzuhalten.
Auslöser dafür war, dass ich mich selbst dummerweise ziemlich gespoilt habe, als es vor ein paar Wochen (war es Folge 3?) hieß, dass ein Maincharakter sterben muss.
Wie konnte ich auch ahnen, dass #RIPOpie trenden wird? Daraufhin folgte ein sehr langes Streitgespräch mit meiner besten Freundin, die mich partout darüber ausquetschen wollte, wer stirbt und wer nicht. Da ich es ihr irgendwie dann doch sagen musste (nennen wir es fiese beste-Freundinnen-Nötigung), hat sie kurzerhand die Serie an den Nagel gehängt, mittlerweile aber zum Glück wieder angefangen zu schauen.
(Wie sollte ich auch überleben, ohne mich mit ihr ab und an in eine abgeranzten Kneipe dem Samcro Bikerverse hinzugeben?)

Aber naja, deshalb, nach dem eigentlichen Sutterday, keine bösen Social Networks.

Die Staffel hat ja für mich schon brutalst begonnen, indem sie Tiggers kleine Dawn niedergebrannt haben. Was habe ich geweint. Ja, ich darf weinen, denn ich bin sehr nah am Wasser gebaut und ich habe ihm Laufe der letzten Monate eine- naja, sagen wir ruhig, wie es ist- ungesunde Obsession für Kim Coates entwickelt, die ich nur durch ellenlange Fanfictions im Zaum halte.

Quelle: http://img2-2.timeinc.net

Aber nein, es konnte noch schlimmer kommen- nicht nur, dass ich in ständiger Angst um meine Lieblingsfigur leben musste, Kurt Sutter meinte dann noch, meine zweitliebste zu killen (das Ryan Hurst daraufhin seinen Bart abrasierte, machte Opies Tod nur noch makabrer). Gemma verlor sich in Intrigen und hat die Quittung bekommen, infolge von nett gemeinter Prostitution durch ihren Sohn. Irgendwie leide ich ein wenig mit ihr, dass sie diese ganze Nero Sache jetzt abhaken muss, um sich wieder Großgesicht Clay hinzugeben, der ja offensichtlich nicht abkratzen will. Das Ekelpaket kocht diese Staffel mal schön weiter sein eigenes Süppchen, fädelt Pläne ein um Jax wieder vom Thron zu stoßen, und Tara...ja...Tara masturbiert auf Luannes Duft, schmuggelt Kruzifixe in den Knast und mein lieber Otto zermetzelt in Tarantino Manier die Krankenschwester (wow, dass war wirklich eine Menge Kunstblut, die da drauf gegangen ist). Mein kleiner Juice, den ich einfach nur liebhaben will, rutscht von einer Scheiße in die nächste, kann sich irgendwie nicht von den Cops losreißen und zweifelt an seiner Liebe zu Clay. Blöd nur, dass seine unabsichtlichen Rattenmachenschaften entdeckt werden und er nun, wie Gemma, gegen ihn arbeiten muss, um den Präsidenten milde zu stimmen.
Und dann ist ja da noch Oberoberbösewicht Pope, gespielt von Harold Perrineau, der es ja irgendwie immer wieder schafft Rollen zu spielen, die vor Arroganz und Heimtücke nur so triefen. Aber mittlerweile hass ich ihn nicht so sehr, wie ich ihn eigentlich hassen müsste, denn der Hass für die "Guten" überwiegt seltsamerweise fast.

Quelle: FX


Nun haben wir den Fall, dass sie irgendwie alle gebrochen sind.

Armer Juice bleibt mir fast nur zu sagen. Ich versteh nicht, warum ihn immer sowas treffen muss, das ist so ein süßer, lieber Kerl, selbst wenn er Leuten den Kopf wegschießt (Fernsehen macht einen merkwürdig).
Er hat mit der ganzen Sache irgendwie mental am meisten zu kämpfen und ich hoffe nicht, dass er sich wieder von dem nächstbesten Baum baumeln lässt.
Und was ist eigentlich aus Jax geworden?
Er verwandelt sich genau in das, was er am meisten hasst. "Who are you?" war da schon die treffende Frage.
Ich bin wirklich gespannt, wie sich das alles so entwickeln wird, denn so langsam kann ich Kurt Sutter's Gedanken da nicht mehr folgen. So denne, schauen wir mal was der nächste Sutterday uns bringt...

Quelle: http://www.seat42f.com/

"has anyone noticed i hardly use the word, "cunt" anymore? you know why? because i have all of you to say it for me. thankyou . "- @sutterink