Mittwoch, 13. März 2013

Sherlock Staffel 4 bestätigt! (BBC)

BBC
 Und die News rund um das Holmes Universe reißen nicht mehr ab! Nachdem nun endlich die Arbeiten zu der dritten Staffel begonnen haben, folgt nun die nächste gute Nachricht für alle Sherlockianer.


via asset

Wie Benedict Cumberbatch in einem Interview verraten hat, wird es hundertprozentig eine vierte Staffel von "Sherlock" geben.
"Wir haben uns dazu bereit erklärt, nach dieser noch zwei weitere Staffeln zu drehen, aber ich könnte Ärger für diese Aussage bekommen," so Cumberbatch zu Radio Times. "Alles was ich im Moment weiß, ist das wir diese drei Episoden drehen (Staffel 3) und noch drei weitere (Staffel 4)."

Der Schauspieler schürte nun die Hoffnung in uns, dass die Show sogar nach Staffel 4 noch weiter laufen könnte, es komme allerdings auf seine Verfügbarkeit und auch auf die Termine von Co-Star Martin Freeman und Co-Creator Steven Moffat an. "Ich würde mich freuen, wenn es weitergehen würde.", so Cumberbatch.

(Quelle: EW. com)


via whicdn.com

Montag, 11. März 2013

Sherlock Holmes: Crimes and Punishments (Frogwares) / Devblog

Juhuu, Juheii, Sherlockianer! Nachdem ich am Wochenende den letzten Sherlock Holmes Teil (zumindest den letzten grafisch spielbaren) "Die Spur des Erwachten" durchgespielt und meinen Unmut über das Ende dieser bahnbrechenden Point& Click Adventure Reihe mit viel Bier versucht habe herunterzuspülen, erreicht mich gerade die Nachricht via Twitter dass Frogwares ein neues Sherlock Holmes Adventure plant!
Und zwar ganz im Stil von Jack the Ripper, mit Fokus auf Logik und Deduktionen, ganz, wie ich es mag (nicht umsonst haben "Das Testament des Sherlock Holmes" und "Jack the Ripper" von mir so gute Bewertungen bekommen).

(C) Frogwares
Allerdings gibt es einen Unterschied zum Deduktionsboard der letzten beiden Teile: Wo man damals noch so schön herum probieren konnte und irgendwann zwangsläufig auf die richtige Lösung gestoßen ist, verrät einem hier das Spiel nicht zwangsläufig, ob wir richtig deduktiert haben. Und so können unsere Entscheidungen sogar Homes' Ruf und Karriere schaden.

Grafisch wird sich das Spiel auch in einen neuen Mantel hüllen (Thx for this, also keine Resteverwertung) und die ersten Bilder versprechen ziemlich viel, auch wenn es sich noch um reine Demonstrationszwecke handelt. Und Sherlock hat pfiffige Strähnchen bekommen, oder seh ich das falsch? Muss ich mich dran gewöhnen.

(C) Frogwares
(C) Frogwares
(C) Frogwares


Olga Ryzhko von Frogwares hält euch im neuen Devblog über alle Entwicklungsschritte auf dem laufenden, angefangen ab heute. Das bietet euch als Spieler außerdem viel Freiraum für Diskussionen, Kommentare sind ausdrücklich erwünscht und Meinungen werden berücksichtigt.
Ich werde versuchen, euch regelmäßig auf dem laufenden zu halten.

Hier geht es zum Devblog von Frogwares!

Sonntag, 10. März 2013

PETA und die Spielewelt- wenn man sonst keine Probleme hat...


( Arm ist aus dem Gips befreit, es geht also langsam weiter)


via gamercide.org

Nachdem man Mario wegen dem Tanookie- Anzug im Visier hatte und danach die schrecklichen Umstände bei Pokémon verhindern wollte, hat PETA nun ein neues Ziel gefunden: Assassin's Creed 4: Black Flag!


via CVG

Ich meine, es ist auch eine absolute Schweinerei den virtuellen Walfang darzustellen. Wie viele Pixelwale mussten dafür übern Jordan wandern? Stellt euch nurmal vor, wieviel Leid wir in der Welt verhindern könnten, wenn wir die Wale durch Mummins ersetzen würden...aber moment mal, same conflict. Hippos töten ist ja auch nicht so geil. Und die Pokémon sollten doch bitte auch artgerecht gehalten werden und nicht in einem viel zu kleinen Pokéball. Wirklich: Ich verlange bitte ein Gehege von mindestens zehn Quadratmetern pro Tier, einschließlich Buddelfläche für die Digdas und Schwimmbeschäftigung für Garados.

Nun mal Spaß beiseite: WTF, PETA?
Versteht mich nicht falsch, ich bin selber engagiert, habe drei Notnasen zuhause sitzen aus ner Wohnungsräumung. Aber mal ganz davon abgesehen, dass ich den Methoden von PETA generell sehr kritisch gegenüber stehe, ist das für mich mal die logische Konsequenz daraus, sich mal wieder gekonnt in die Medien zu bringen. Schließlich veranlasst es selbst den leisesten Blogger darüber zu schreiben, mich eingeschlossen. Aber das, liebe Leute, kann doch wirklich nicht euer Ernst sein?!
Hierzu einmal das offizielle Statement von Ubisoft.

„Geschichte ist die Grundlage für Assassin’s Creed. Assassin’s Creed 4: Black Flag ist ein fiktionales Werk, das auf wahren Begebenheiten der goldenen Piratenära beruht. Wir billigen illegalen Walfang genauso wenig wie wir Piraterie, Plünderungen, das Entführen von Schiffen oder andere Ausschweifungen von übermäßig Betrunkenen billigen.“

Und das trifft es auf den Punkt. Es ist FIKTION (oder denkt ihr ernsthaft, ich schnapp mir jetzt meine Harpune und jage sie dem erstbesten Wal in den Buckel, der mir über den Weg schwimmt?).
Denkt ihr ernsthaft, ich komme nun auf die Idee, meinen Hamster in einen kleinen Ball zu stopfen und ihn mit den Worten "Goldi, du bist dran!" auf die harten Fliesen zu werfen? Oder das ich nun Tieren das Fell abzieh, Pilze futter und lustig in irgendwelche Rohre springe, um mich einmal wie Mario zu fühlen? Nur weil ich Bücher über Serienmörder lese und mich ein wenig an der Fiktion aufgeile, renne ich noch lange nicht durch die Weltgeschichte und zerstückel meine Nemesis.
Diese Liste lässt sich beliebig fortführen.


via mkgaming.com

Mal davon abgesehen, Geschichte ist Geschichte. Wir können gerne die dunklen Kapitel tilgen, aber ist das nicht genau der falsche Weg? Es war halt einfach so. Und soll ich euch was sagen? Früher hat man leider nicht reflektiert über Tierschutz nachgedacht. Kann man nicht ändern.

Wie wäre es denn mit einer PETA Hackergruppe, die virtuelle Mehlbomben auf die Assassinen wirft? Virtual Reality PETA wäre doch mal wenigstens ein reeller und zeitgemäßer Gegner. ;)





Samstag, 2. März 2013

pech, pech und medizinische rätsel

kurzes update: keine ahnung, wann es hier weitergeht, denn anscheinend ist fortuna mir nicht hold.
wer sich wundert, warum ich alles klein schreibe: ich kann meinen linken arm nicht bewegen und habe keinen schimmer, wann ichs wieder kann, dementsprechend ists nicht so einfach, einen blogpost zu verfassen (sollte dringend vom zwei-finger-system auf das zehner umsteigen, dann hätte ich jetzt wenigstens fünf zur verfügung). wie auch immer, mein arzt hat keine ahnung was ich habe (wo ist dr. house, wenn man ihn braucht?) und so friste ich jetzt meine nächsten tage im schmerztabletten-kuschel-wuschel-land. und da ich das glück habe, bei sowas immer aufgeschnitten zu werden, kanns sich bis zum nächsten post noch etwas hinziehen. so, genug im selbstmitleid gesuhlt, ich besuche jetzt mein lieblingseinhorn charlie auf dem candymountain. wunderbares wochenende euch.

Montag, 25. Februar 2013

Far Cry 3- The Far Cry Experience


Da bin ich doch am Freitag über eine geniale Webseries von MACHINIMA und UBISOFT gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
In der Hauptrolle ein brillanter Michael Mando (leiht Vaas in Far Cry 3 Stimme und Body), der böse Dinge im Sinn hat.

Anm. der Redaktion: Ich wäre entweder nach fünf Minuten tot, oder würde besonders lange überleben, da ich mir willig das Shirt vom Leibe reißen würde und Vaas wüste Groupiephrasen an den rasierten Kopf schmettern würde. Ja, soviel zu meiner höchst unethischen Moral...
Aber freut sich nicht jeder Spieler, so einen gut durchdachten charismatischen Bösewicht zu begegnen? I like a lot!

Hier ein Zusammenschnitt der einzelnen Episoden. Viel Spaß beim aufgeilen an der wirklich guten Umsetzung...und Vaas.


Saints Row: The Third- Dildogekloppe im Koop





Titel: Saints Row: The Third
Entwickler: Volition Incorporated
Publisher: THQ
USK: Keine Jugendfreigabe
System: PC (PS3, Xbox 360)
Release: 18.11. 2011


Ich werde fünf Mal über deine Leiche fahren, wenn sich endlich mal jemand erbarmt, dich zu killen- so oder so ähnlich fühlen sich die Gedankengänge an, die einem im Kopf rauf und runter rattern, während man Zeuge wird, wie man zum zigsten Mal versucht, euch in der Presse schlecht darstehen zu lassen. Eine STAG Einheit in eurer Stadt? Um die Ganghierarchie auszumerzen?
No way, letzten Endes wart ihr es, die sich den Arsch für Steelport aufgerissen haben und ihr werdet den Teufel tun, eure wohlverdiente Macht und Popularität wieder abzudrücken. Schließlich habt ihr euch im Laufe der Zeit eine wachsende Fangemeinde aufgebaut- eure Modelinie läuft so gut, wie noch nie, ihr werdet für Filme verpflichtet und an jeder Ecke will man ein Foto von euch.

Wäre die STAG wenigstens euer einzigstes Problem- doch wo es eine Gang gibt, gibt es natürlich auch viele andere, größtenteils Neider, die euren schlechten Ruf nutzen wollen, um ein Stück vom Steelportkuchen abzuhaben. Und so müsst ihr euch in Saints Row: The Third nicht nur mit dem großkotzigen Millitär herumärgern, sondern auch gleichzeitig versuchen, das Syndikat, die Wrestlertruppe Luchadores und die Hackergenies Deckers loszuwerden.
Also zückt schonmal eure Riesendildos, denn der Kampf um die Herrschaft wird vor allen Dingen eines: blutig, böse und verdammt schräg!



Typische Passanten in Steelport
Öhm? Was macht die Katze da mit dem Hotdog und warum zur Hölle bin ich eine verfickte Toilette? Das sind während des Spielverlaufs noch die harmloseren Fragen, die euch beschäftigen werden. Denn die Missionen in Saints Row: The Third sind nichts für Leute, die Realismus pur erwarten. Mal verfolgen wir die Deckers durch ein wahnwitziges Pixelimperium und lösen dabei textbasierte Rollenspiele, mal wrestlen wir gegen den Oberluchadores und veranstalten dabei ein Kettensägenmassaker. Und wenn wir nicht gerade ein Frachtschiff voller Nutten retten und uns danach überlegen, was wir mit Ihnen machen, versuchen wir nebenbei die anderen Gangs in einem riesigen Wellengemetzel auszubooten.

Die Welt von SR 3 lässt kaum Wünsche offen- Neben der sehr witzig inszenierten Haupthandlung könnt ihr fast an jeder Ecke ein Stück Gebiet zurück erobern und euch mit irgendjemanden anlegen, der euch nicht in den Kram passt. Habt ihr das alles durch, wird halt zu einem der genialen DLCs gegriffen, in denen ihr unter anderem den Film "Gangsters in Space" drehen, oder euch durch die irre Show von Mr. Genki ballern könnt. Alles in allem könnt ihr euch ziemlich lange mit dem Spiel beschäftigen und killen, wann immer ihr Lust habt. Die Hauptmissionen beinhalten gute Zwanzig Stunden Spielespaß.

Ob Zombiekiller oder Toilette- hier ist alles möglich


Bei Saints Row: The Third steht euch die gesamte Welt ebenfalls im Koop zur Verfügung und ist somit komplett zusammen spielbar. Meistens ist der erste Player für die Hauptaktionen wie Autofahren zuständig, was dem ganzen aber keinen Abbruch tut, denn der Partner hat immer was zu tun. Fährt dieser, wird euch die Aufgabe zuteil, alles abzuballern, was nicht Niet,- und Nagelfest ist, muss euer Mitspieler ein Wrestlingmatch bestreiten, seid ihr dafür zuständig, die anderen vom Ring mittels euren Fäusten fernzuhalten.




Ich gebe zu, ich habe mich teilweise etwas vergewaltigt gefühlt und ich fand es gar nicht nett, das mein Mann nichts anderes tun musste, als zu driften und Spaß zu haben, ich aber währenddessen auf der Rückbank "die besondere Stelle" beim Kunden finden musste. Im Single Player Mode erledigt das sonst eine Nutte für euch. Aber ein paar Abstriche muss man wohl machen, um etwas großes zu schaffen und somit gebe ich mich als zweiter Player dann halt auch mit dem dreckigen Handjobs zufrieden, die ich desöfteren mal verteilen muss.



Das einzige, was etwas schade ist, sind die Zwischensequenzen, die zwar sehr witzig sind, aber auf nur eine Person gekürzt wurden- somit wird das "Wir sind ein Team"- Gefühl, das ihr nach einem gnadenlosen Massaker verspürt, doch ein wenig getrübt. Zudem hat die Gestik etwas gelitten, denn es scheint, als hätten die Entwickler hier lediglich einen männlichen Body programmiert, weswegen man bei weiblichen Charakteren immer einen gewissen "Mannsweib" Beigeschmack hat- es sei denn, sie sind wie Shaundi bereits fest ins Spiel eingebunden, deren Bewegungen der einer Elfe gleichen.

Für euren Charakter steht euch ein sehr umfangreicher Editor zur Verfügung, mit dem ihr euch Stunden aufhalten könnt. Passt euch eure ethnische Herkunft nicht mehr, habt ihr im Spiel die Möglichkeit zum Beauty Doc zu fahren und euch komplett neu zu restaurieren. Außerdem habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen Charaktergesten- Spottgesten sowie Komplimente- doch Vorsicht: Rechnet damit, dass geschossen wird, wenn ihr jemand bewaffneten den Stinkefinger zeigt.
Und für die Ladies, die wie ich ihren Mann gerne an den Rand des Wahnsinns treiben- ihr könnt shoppen, shoppen und nochmal shoppen.

Der Charaeditor lässt keine Wünsche offen.



Freie Welt? Hmmm...leider Nada. Kommen wir zu einer der Hauptkritikpunkte des sonst ziemlich grandiosen Spiels. Die Welt von Steelport kommt euch nämlich frei vor- ist sie aber nicht. Ihr habt zwar die Möglichkeit, euch in ein paar Läden zu bewegen (Klamotten, Waffenläden), Minispiele wie in GTA sucht ihr hier aber vergebens.


Ebenfalls findet man ziemlich viele Glitches in dem Spiel: So kann es zum Beispiel passieren, dass das Spiel im Koop mal nicht ganz synchron läuft und ihr euch fragt, warum euer Fahrer alles umnietet, obwohl er das eigentlich nicht tut, Gegner in der Luft herumzucken und in Wänden steckenbleiben oder das Auto, auf das ihr gerade aus voller Inbrunst heraus ballert vor euren Augen verschwindet. Zudem läuft das "Ich renne in ein Gebäude um meine Polizeiabzeichen loszuwerden-Prinzip" auch nicht immer ganz so, wie es sollte.
Vom Schwierigkeitsgrad her muss ich zugeben, dass die ersten beiden nicht wirklich eine Herausforderung darstellen, was erfahrene Spieler vielleicht etwas frustrieren mag. Ich fühl mich ja eher in der Point & Click Welt zuhause, bin auch eigentlich eher blutiger Anfänger was ballern betrifft, hatte aber in dem Spiel (bis auf vielleicht zwei Missionen, die aber auch eher eigener Dummheit geschuldet waren) kaum Probleme. Die KI lässt ziemlich zu wünschen übrig (manchmal werdet ihr nicht mal bemerkt), Schwierigkeit entsteht eigentlich eher durch die Masse und teilweise sehr hohe Schmerzgrenze der Gegner.


Alles in allem ist Saints Row: The Third ein irre geiles Spiel, dass vor Allen Dingen für Koop Freunde ein absolutes Muss ist. Wer mit dem furchtbar überzogenen Humor nichts anfangen kann und bei dem Anblick von Fistingmaschinen pikiert den Kopf schütteln muss, ist hier aber eindeutig Fehl am Platz. Aber selber schuld- ich kann darüber lachen. Hier bekommt man von klassischen Missionen bis hin zum Zombieshooter alles. Zudem ist die englische Vertonung ein richtiges Sahnehäubchen (Pornostars, Hulk Hogan und Burt Reynolds as himself) und sorgt für einige Lachanfälle zwischendurch. Nicht ganz GTA- aber erfrischend anders.

"You want a piece of this? Do ya?"- "Heeell yeah!..."

+ Gnadenloser Witz
+ Gut ausgebauter Koop Modus
+ Überraschende Storyline mit Alternative Endings
+ Abwechslungsreiche Missionen
+ tolle Synchro


- Glitches over Glitches
- Schlechte KI
- eingeschränkte Freiheit in Steelport
- Zwei von drei Schwierigkeitsgrade sind zu leicht








(Bilder: Saints Row: The Third, Volition Incorporated, all rights reserved)

Donnerstag, 21. Februar 2013

Cult- Fandom goes crazy (CW)



CW

Manchmal frage ich mich, warum ich mich immer hinreißen lasse. Ist es, weil ich Angst habe, mir könnte was entgehen? Ich rechtfertige dies immer mit einer gewissen Aufgeschlossenheit. Diese Aufgeschlossenheit führte mich letzten Endes zu der neuen CW Serie "Cult", die vor zwei Tagen ihr Debut feierte. Und was soll ich sagen? Nicht viel, denn die erste Episode hinterlässt mehr als nur viereckige Fragezeichen und 3-D Pappbrillen in meinem Kopf.

Worum es geht? Liebe Leute, ich würde euch gerne an dieser Stelle einen Wahnsinnsplot zusammenschustern, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich no f-u-c-k-i-n-g idea. Es sind lediglich Fragmente und eine dumpfe Rahmenhandlung, von der ich mir noch nicht einmal wirklich sicher bin, ob ich sie einfach nur fresse, weil sie mir so lecker serviert wird und sie sonst eigentlich nicht der Wahrheit entspricht. Denn schon jetzt scheint es so, als müsse der Zuschauer selbst entscheiden, was an dieser ganzen feinen Geschichte Fiktion ist, was real und was lediglich Fiktion in der Fiktion.

Die erste Episode beginnt mit einem Ausschnitt der "TV in TV" Serie "Cult", die sich einer großen und anscheinend obsessiven Fangemeinde erfüllt. Im Cafe "Fandomain" fröhnen die Hardcorefans zusammen ihrer größten Leidenschaft, veranstalten Publicviewings, tauschen sich aus über jeden kleinsten Schnipsel den sie entdecken. Die TV Serie wird gefeiert und verehrt, und außer dass es sich um eine Art Kult zu drehen scheint, bleibt uns als realen Zuschauer der Inhalt der fiktiven Serie noch etwas verborgen.

CW
Wir lernen Hardcorefan Nate kennen, bei dem schon nach zwei Minuten klar zu sein scheint, dass er ordentlich einen an der Murmel zu haben scheint- dieser Eindruck wird zumindest erweckt, als er seinem Bruder in einem Café gegenüber sitzt und der festen Überzeugung ist, die Fernehserie "Cult" bedrohe sein Leben...

Bruder Jeff (Matt Davis) teilt unsere Murmelüberzeugung- bis er einen Anruf seines Bruders bekommt, der Böses ahnen lässt. Umgehend fährt Jeff zu Nates Wohnung und findet nichts, außer einen blutigen Stuhl und die über den Bildschirm flimmernde Serie...

Ganz klar ist hier ein übles Verbrechen passiert und Bruder Jeff wird klar, dass sein Bruder nicht Banane ist, sondern dass die böse Serie mit Sicherheit etwas damit zu tun haben muss. Gemeinsam mit Produktionsassistentin Skye (Jessica Lucas), die wie aus dem nichts auftaucht, beginnt er, seinen Bruder zu suchen und stößt dabei auf ziemlich viele, sehr, sehr gruselige Parallelen zur TV-Serie.

CW

Ich muss sagen, dass ich nach diversen Lobpreisungen über die erste Episode mit ziemlich vielen Vorschusslorbeeren an "Cult" herangegangen bin und das meine Erwartungen ein Stück weit hoch gesteckt waren- vielleicht zu hoch. Denn wenn ich ehrlich bin, hat es mich zwar schon in gewisser Weise unterhalten, schaffte es aber zu keinem Zeitpunkt, über ein stetiges "666 Park Avenue" Level hinaus. Bei aller Liebe, aber die Charaktere sind in meinen Augen ziemlich platt und vorhersehbar gezeichnet, denn schon alleine dieser plötzliche Sinneswandel von Jeff ist mir vollkommen schleierhaft. Wenn ich davon ausgehe, dass mein Bruder vollkommen bescheuert ist (und noch dazu exdrogenabhängig), dann brauch ich als gesunder Mensch jawohl mehr als zwei Tage erzählte Zeit, um mit meiner Skepsis zu brechen.
Eine TV Serie soll schuld am verschwinden meines Bruders haben? Reeeeeally???
Fick dich, das ist ein selbstinszeniertes Drogen Abenteuer.
-Wären das nicht die normaleren Gedankengänge?

CW


Und dann ist da noch die Assistentin, der alles irgendwie gruselig ist und die nichts besseres zu tun haben scheint, als Jeff sofort zu vertrauen und als Partnerin zur Seite zu stehen. Wieso? In meiner Welt braucht man sowas wie Annäherung. Ich stelle mich nicht einfach zu fremden Menschen und helfe ihnen, das Geheimnis um die Zahl 23 zu lüften (auch wenn mich die Illuminaten interessieren und ich ein Fan von Verschwörungstheorien bin). Das erscheint mir so an den Haaren herbeigezogen.
Schade eigentlich, denn die Besetzung ist klasse. Ich hoffe doch sehr, dass sich in den nächsten Episoden noch ein klein wenig Tiefgang bildet, denn im Moment zeichnet sich mir da zu deutlich das Bild vom sinnfreien Hochglanz Hollywood. Man merkt schon ein wenig, dass das "Gossip Girl" Produzententeam bei der Serie seine Finger mit im Spiel hatte.

Allerdings ist der Style der Serie unglaublich geil. Bizarre, verstörende Bilder, die ganze Thematik, die Idee dahinter (verrückte Fandoms- wie genial und wahr ist das? I could sing a song about it)- Wenn CW sich schlau der gegebenen Social Networks bedient, könnte das "Cult" Imperium ein ebenso gestört geniales Fandom kreieren, wie es die Serie zeichnet. Das Potential ist gegeben, auch jenes, eine richtig geile Serie zu werden. Denn diese Intransparenz und Brainfuckmatsche, die "Cult" in meinem Kopf produziert, macht die Serie auf jeden Fall sehenswert und weckt Hunger auf die kommende Woche. Hoffen wir nur, dass "Cult" dieses Hypepotenzial nicht so schnell ausspielt, wie "666 Park Avenue" seiner Zeit. Denn sind wir mal ehrlich- wer Hochglanz will, der braucht solche Serien nicht. Dieses Publikum bleibt eh bei Grey's Anatomy.

Hier könnt ihr euch all das, was ihr gerade gelesen habt, nochmal anschauen.